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Best of SF Kiew in Episoden

Dieses Thema im Forum "Best of" wurde erstellt von Neuromancer, 5. August 2015.

  1. Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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    Kiew in Episoden

    Recht kurz entschlossen flog ich nach Kiew. Speziell in diesem Forum ist das Thema recht unterbelichtet, aber bei ISG und in anderen Foren fanden sich einige Informationen.

    Gebucht wurde direkt bei der ukrainischen Fluggesellschaft UIA ein Direktflug ab Prag (die bekannten Flugbuchungsportale sind mittlerweile völlig unseriös und taugen maximal noch zur Informationsbeschaffung) und als Unterkunft das sehr gut gelegene Hotel Bontiak mit vier Sternen. Kosten für den Flug ca. 320 Euro (das geht sicher auch günstiger mit mehr Vorlauf) und ca. 60 Euro pro Übernachtung für das Hotel.

    Der Durchschnittsverdienst in Kiew dürfte bei deutlich unter 500 Euro liegen, meine Informationen sind von 2013 und damit noch von vor der aktuellen Krise, die für eine deutliche Währungsabwertung gesorgt hat. Bei allen Preisen sollte man dies immer im Hinterkopf behalten. Verschiedene Dienstleistungen sind allerdings im gleichen Zuge teurer geworden, so wie die Währung abgewertet hat. Sicherlich wird die Teuerung aber nicht zurückgenommen, wenn der Wechselkurs wieder stärker notiert. Der Kurs schwankt teils in Monatsfrist stark und liegt zur Zeit bei ca. 1 Euro für 25 Hrywni (im folgenden einfach nur noch Dinger genannt).

    Die Preissituation ist sehr unterschiedlich. So ist der ÖPNV einfach nur unendlich spottbillig - Metro- und Busfahren für unglaubliche 12 bis 16 Cent, andererseits kosten ein kleines Stück Dauerwurst, ein kleines Stück Käse, ein kleines Weißbrot, eine Flasche Milch und zwei Flaschen Wasser (alles einheimische Produkte) im Supermarkt schon mal über 4 Euro und davon kann zum Beispiel ne vierköpfige Familie nicht lange satt werden. Eintritt in eine normale Disko kostet 100 bis 200 Dinger und ein kleines Bier kostet auch mal 2,50 Euro. Ein Menü bei McDonalds dagegen kostet mit Hamburger, großen Pommes und großer Cola 71 Dinger, also für Westeuropäer recht günstige 3 Euro. Fazit: Mit dem Durchschnittsverdienst ist man insgesamt arm dran, die Diskos sind trotzdem voller junger Leute.

    Flug und Einreise verliefen absolut professionell, zügig und ohne Schikanen. Sämtliche Schauermärchen, die man im Internet findet, kann ich nicht bestätigen. Der Flughafen ist gut beschildert. Vom Hotel erhielt ich vor der Abfahrt noch eine Mail, sie würden mir gerne einen Transfer organisieren, für stolze 1000 Dinger, was nach Internetrecherche natürlich, obwohl der Flughafen weit außerhalb liegt, hoffnungslos überteuert ist. Statt dessen bin ich mit dem Skybus gefahren, der direkt am Ankunftsterminal auf Fahrgäste wartet, für einen lächerlichen Preis, an den ich mich nicht mehr genau erinnere (30 Dinger bis zur Metro?). Der Bus fährt ins Stadtzentrum zum Bahnhof und hält unterwegs noch einmal an einer Metrostation.

    Für die Metro sollte man immer einen 20 Dinger-Schein einstecken haben. Mit diesem kann man am Automaten fünf grüne Plastechips ziehen, mit denen man jeweils an der Rolltreppe den Durchlassautomaten füttern muss. Das wird auch penibel von Personal kontrolliert, genauso wie am Rolltreppenende weiteres Personal sitzt. Die Metro gehört zu den tiefstgelegensten der Welt, ich habe einmal die Fahrt gefilmt und bin auf vier Minuten Video gekommen, als ich bei der tiefsten Station noch mal filmen wollte, wurde vor Ende das file size limit vom Gerät erreicht. In anderen Städten wäre der Weg von der Erdoberfläche zur U-Bahn-Station schon mal die Strecke zwischen zwei Haltestellen.

    Die Eingänge zur U-Bahn sind teils schwer zu finden. Da die Bahn so tief gebaut wurde, sind die Ausgänge weit entfernt an der Oberfläche von der Stelle, wo auf den Onlinekarten die Haltestellen eingezeichnet sind. Manchmal kommt man aus der U-Bahn auch mitten aus einem Wohnhaus heraus. In Openstreetmap sind häufig die unterirdischen Wege eingezeichnet, was aber manchmal etwas mühevoll zu erkennen ist. Behindertengerecht außer einem Blindenlockruf über den Türen ist natürlich gar nichts.

    Bus und Straßenbahn werden im Fahrzeug bezahlt. Der Bus beim Fahrer, in der Straßenbahn sitzt wohl in jedem Wagen ein Schaffner. Kostet drei bis vier Dinger, also nur Centbeträge. Oder auch gar nichts, wenn man es so macht wie ich: Der Bus kommt, ich steige beim Fahrer ein: „Guter Mann, ich würde gern eine Erlaubnis zur temporären Mitnutzung dieses Fahrzeugs käuflich erwerben.“ Und der Busfahrer: „Nje ponimaju“. Ich halte ihm einen 10er hin: „One Ticket please“. - „Nje ponimaju“. Da habe ich mitgekriegt, nicht wie in Lemberg, wo man an der vordersten Tür einsteigen musste, um das Ticket zu kaufen, war ich hier im Führerhaus gelandet, und die Tür war wahrscheinlich nur wegen der Hitze offen. Also raus, hinter zur zweiten Tür, wieder rein, Abfahrt. Andere Leute steigen ein, aber keiner bezahlt irgendwas, ich also auch nicht (das war falsch, aber ohne Konsequenzen).

    Die Fahrgastinfos sind sehr durchwachsen. Einen Liniennetzplan außer von der U-Bahn habe ich nirgendwo gefunden, die Webseite der Verkehrsbetriebe ist ausschließlich russisch (russisch und ukrainisch werde ich mal gleichsetzen, auch wenn es sich deutlich unterscheiden soll, für mich war nicht unterscheidbar und im Alltagsleben wird ohnehin offensichtlich überwiegend russisch gesprochen). Beholfen habe ich mir mit der ÖPNV-Karte bei Openstreetmap, von welcher ich mir aus mehreren Screenshots eine große Karte zusammengebastelt habe. In den U-Bahn-Stationen hängt am Bahnsteig ein Aushang mit den jeweils folgenden Haltestellen, in der Bahn gibt es nuschelnde Ansagen, vereinzelt aber auch Züge mit Monitoren, die meistens auch funktionieren, auf denen ein Fahrgastinformationssystem läuft.

    In den normalen Bussen oder in den Minibussen gibts überhaupt keine Informationen außer der Liniennummer. Die Abfahrtszeiten der Busse sind auf das Haltestellen-Straßenschild gemalt. Ganz anders dagegen im O-Bus: Sehr gut verständliche Ansagen auf englisch und russisch an jeder Haltestelle. Allerdings ist hier meine Stichprobe jeweils nur sehr klein.

    Von der Stadt war ich angenehm überrascht. Sehr sauber, viel lebendiger als zum Beispiel Riga vor reichlich zwei Jahren, die Bausubstanz in einem überwiegend guten bis sehr guten Zustand, die Straßen zumindest annehmbar, auch wenn es natürlich Hauptstraßen im besten Köbrü-Stil gibt. Gerast und halsbrecherisch gefahren wird trotzdem überall. Mein Sicherheitsgefühl war überall gut, wobei einen Abend ein Luxusjeep mit offensichtlich frisch eingeschlagener Seitenscheibe vor dem Hotel stand. Die Vorstädte sind natürlich ein einziges gigantisches Prohlis oder Marzahn.

    Prostitution ist in der Ukraine verboten. Nichtsdestotrotz gibt es derartige Angebote. Dies fängt auf einschlägigen Seiten bei 300 Dinger (also 12 Euro) pro Stunde an. Allerdings ist dort der Anteil an geklauten und damit unechten Bildern, wie man per Google-Bildersuche recht einfach feststellen kann, sehr hoch. Mit Hilfe eines ukrainischen Forums kann man sicher noch etwas aussieben. Ich habe mir zwar sicherheitshalber sowohl die entsprechenden Links als auch eine kleine Liste mit Telefonnummern mitgenommen, aber letztendlich doch beschlossen, derartige Angebote nicht zu nutzen, da ich einerseits im legalen Bereich bleiben wollte und andererseits den Fokus bei meinem Erstbesuch mehr auf Sightseeing legen und nicht Nachmittage lang telefonierenderweise im Hotel hocken wollte. Außerdem waren diesbezüglich meine Erfahrungen aus Lemberg letztes Jahr sehr schlecht, da alle vorbereiteten Nummern nicht erreichbar waren.

    Dann gibt es noch das andere Extrem. Edelhuren, die man aus Bars abschleppen oder aus Stripclubs auslösen kann. Da kosten dann der Rest der Nacht oder zwei, drei Stunden ab 300 Dollar. Dies sind laut Aussage einer meiner Massageladies diejenigen Menschen in Kiew, die das beste Leben haben, die besten Apartments, die besten Sachen, das meiste Geld. Konvertierbare Währung erhält man als Ausländer in Kiew angeblich nicht, zumindest nicht vom Konto. Daher habe ich mir für den Fall der Fälle eine kleine Barschaft mitgenommen und aufgeteilt an verschiedensten Stellen im Reisegepäck versteckt, derartige Dienste dann aber nicht in Anspruch genommen. Mit dem Mitnehmen ins Hotel wäre es sicher auch schwierig geworden, da es doch ein eher ruhiges und kleineres Hotel war, und andererseits steht die aufgerufene Summe in überhaupt keinem Verhältnis zum Durchschnittsverdienst. Das muss man nicht unterstützen. Angeblich ist der Preis auch kaum verhandelbar (außer gegen Morgen, wenn die Nacht nicht mehr so lang ist) beziehungsweise es fehlt der Mittelbau beziehungsweise sollen alle Luxusgüter in Kiew unverhandelbar teuer sein, denn die Masse kann es sich sowieso nicht leisten und die Reichen sind so reich, die interessiert das überhaupt nicht, wie teuer irgend etwas ist. So stand es sinngemäß in einem anderen Forum.

    Aufgrund der großen Hitze war ich manchmal nur halbtags unterwegs. Neben unzähligen und für mich namenlosen Kirchen habe ich das Goldene Tor (ein uraltes Stadttor), den Andreassteig sowie das Höhlenkloster besichtigt. Letzteres ist Unesco-Weltkulturerbe (aber seit dem Fanal von Dresden hat das ja nichts mehr zu bedeuten) und mir vor allem aufgrund der vielen Bettler am Eingang, am Ausgang und im Inneren (dort weniger aggressiv) aufgefallen. Natürlich musste man Eintritt bezahlen, und am Kassenhäuschen steht eindeutig 20 Dinger dran. Ich hab grade nur nen 50er Schein bei der Hand. Vielen Dank, hier ist ihr Ticket, und kein Wechselgeld kommt! Und der Kassenbon ging wirklich über 50 Dinger... Außerdem eher schlecht beschildert, aber ansehen muss man es sich wohl mal. Weiterhin natürlich den geschichtsträchtigen Maidan, den Khreschatyk-Boulevard, den Bogen der Völkerfreundschaft (von dort auf dem Hügel gibt es eine Seilbahn, in die man mit einem Klettergurt eingehängt wird, die über reichlich 500 m Länge bis zur gegenüberliegenden Dnepr-Insel führt, sehr genial, bungee jumping light für 200 Dinger), ein gigantomanisches WK-II-Denkmal und viele, viele Parks.

    Abends bin ich meist in Richtung Maidan und Khreschatyk und habe mir ne Kneipe bzw. Bar gesucht. In Kontakt bin ich leider niemals gekommen (bis auf eine Ausnahme, die ich unerwarteterweise über ein seltsames Hobby kennengelernt habe, sehr hübsch, aber schon vergeben), obwohl auffällig viele Frauen und Mädchen unterwegs waren. Im Gegensatz zu uns gibt es dort eher Frauenüberschuss. Eine Ausnahme gab es, gleich am zweiten Tag war ich in der Buddha-Bar, die laut Internet von den erwähnten Edel-Prostituierten frequentiert wird, aber auch durchaus von normalem Publikum, so dass man sich nie ganz sicher sein kann. Dort kamen beinahe zeitgleich mit mir zwei tolle Mädels an, bei denen ich gleich den Verdacht hatte, hier handelt es sich um Professionelle. Die lachten sich aber erstmal nen Amerikaner an, der neben mir im Eiltempo drei kleine Bier hintergekippt hat. Der hat dann ne Weile mit denen gequatscht, ein Glas Sekt ausgegeben und ist dann zur Enttäuschung der Mädels verschwunden. Zwischendurch kam noch ne andere, bei der ich ebenfalls gleich einen Verdacht hatte, die rückte ihren Barhocker auch erst in meine Richtung, beschäftigte sich dann aber ausgiebig und ausschließlich mit ihrem Handy. Schließlich kam ein anderer älterer Ami oder Engländer und machte die erstmal völlig zur Sau, irgendwie schien es darum zu gehen, dass sie zur falschen Zeit am falschen Treffpunkt war oder irgendsowas. Der muss sehr reich gewesen sein, denn die Szene war wirklich übel, der Typ wirklich alt und die Frau wirklich sehr hübsch. Kurz darauf zogen die dann ab. Nachdem der erste Ami genausoschnell verschwunden war, wie er erschien, wurde ich als Opfer von den beiden Mädels auserkoren, die mir ziemlich offensichtlich zuwinkten. Ich meine, ein subtileres und einladenderes Zeichen hätte sicher meinen Jagdinstinkt geweckt und mein Herz in die Hose rutschen lassen und den Blutfluss nach unten verlagert und vielleicht sogar unbeabsichtigte Geldausgaben bewirkt, aber ranwinken lass ich mich nicht. Da das Bier dort echt Scheiße geschmeckt hat, es gab nur belgisches oder mexikanisches in ganz kleinen Flaschen mit viel zu viel Volumenprozenten, und dafür muss ich nicht in die Ukraine fahren, am Tag zuvor in einem anderen Pub gabs immerhin leckeres tschechisches Bier, bin ich dort abgehauen, und auch nicht mehr wiedergekommen...

    Freitag und Sonnabend Abend bin ich jeweils in eine Disko. Zuvor hatte ich gehört, ich solle nicht nach einer Frau in einer Disko suchen, das wären ausschließlich Prostituierte, aber ich wollte eben auch mal in ne Russendisko. Am Freitag gings in die Disko „Sorry Babushka“ („Tschuldigung, Oma“), Eintritt 100 Dinger. Unterschied zu einer deutschen Disko: Knackige Kerle hinter der Bar - Besucher zum Großteil Mädels (zu späterer Stunde wurde das Verhältnis Frauen-Männer schlechter). Die Disko sollte laut Auskunft der Hotelrezeption drei Dancefloors haben. Dancefloor 1 im Erdgeschoß: check. Dancefloor 2 oben: check. Dancefloor 3 im Keller nach langer Suche gefunden: eine kleine Stripbar. Dort musste man bei der bildhübschen Kellnerin noch mal 50 Dinger zusätzlichen Eintritt löhnen. Getanzt haben die Mädels dort gut, besser und akrobatischer als im Rio, aber wahrscheinlich gabs dort keine Zusatzleistungen. Wie die dort bei den wenigen Gästen und dem lächerlichen Eintritt auf ihr Geld kommen, ist mir ein Rätsel.

    Am Sonnabend bin ich auf Empfehlung in den Carribean Nightclub. Der wäre bekannt dafür, dass dort einheimische Mädels auf ausländische Freunde hoffen. Überhaupt habe ich den Spruch von meiner Bekannten gehört, es würden wohl alle ukrainischen Mädchen davon träumen, einen Mann im Westen zu heiraten. In den Foren im Internet dagegen hat der Laden nicht die besten Kritiken bekommen, angeblich Männerüberschuss und viele Südländer. Wie gesagt, bin ich trotzdem hin. Eintritt recht stolze 200 Dinger, dafür soll eine Band spielen. Die fing dann aber erst nachts um ein Uhr an, eine Zeit, zu der ich eigentlich schon wieder in meinem Hotelbett liegen wollte. Auch hier anfänglich wieder hoher Frauenüberschuss, Südländer kann ich nicht bestätigen. Allerdings, auch schon wie am Vortag, der optische Durchschnitt merkwürdigerweise viel niedriger als das, was man den ganzen Tag lang an absoluten Zuckerschnecken in der Stadt rumlaufen sieht... Eine Unsitte dieser ukrainischen Diskos ist die Tischreservierung. Es stehen überall Tische rum, und auf allen steht ein reserviert-Schild. Im Caribbean gibt es wenigstens noch ein paar Barhocker, und da ich für ukrainische Verhältnisse offensichtlich zeitig am Start bin, noch geschlagene zwei Stunden muss ich auf die Band warten, erwische ich noch einen, der ist jetzt meine, bis ich mal pinkeln muss. Wenigstens ist hier die Bierauswahl größer, es gibt gezapftes, was aber keiner trinkt, und ein bisschen mehr Auswahl beim Flaschenbier, 60 Dinger für ein kleines Heineken. Kennengelernt habe ich hier natürlich auch niemanden. Das Taxi rückzu war dann doppelt so teuer für die gleichen zwei Kilometer; am Vortag bin ich gelaufen, hatte dafür auch meine Turnschuhe (dunkles Leder) an, die prompt am Eingang bemeckert wurden - ich meine, Hallo, die Schuhe haben ungefähr 1/4 eines ukrainischen Monatsgehalts gekostet!, diesmal hatte ich nun meine italienischen Lederschuhe an (für fast ein ganzes ukrainisches Durchschnittsgehalt UVP, hab die aber für einen Schnäppchenpreis bekommen), in denen ich aber nur Kurzstrecke laufen kann, als das Taxi, welches mir die Hotelrezeption für die Hinfahrt gerufen hat.

    Der vom Hotel gerufene Taxifahrer fragte mich übrigens auch gleich als erstes, ob ich wirklich in eine Disko und nicht lieber Frauen oder in einen Stripclub wolle. Gegebenenfalls kann man bei Bedarf wahrscheinlich den Taxijoker ziehen.

    Ganz ohne Gewerbe ging der Urlaub natürlich doch nicht aus. Einmal habe ich den Stripclub Rio besucht, eingedenk des wirklich guten und extrem preisgünstigen Ladens in Lviv letztes Jahr. Es gibt wohl eine ganze Reihe Stripschuppen, aber das Rio hatte ganz gute Kritiken im Internet und lag außerdem gleich um die Ecke vom Hotel. Viele Men in black vor und in dem Laden. Mit den Turnschuhen gibts hier keine Probleme, dafür Sicherheitscheck wie am Flughafen. Da ich zum ersten Mal da bin, führt mich erstmal die Empfangsdame, eine hübsche Kirsche, durch die Räume. Oben gibts nen Stripraum mit ner Bar, dahinter noch nen Vip-Raum, der genauso aussieht und unten noch nen Stripraum mit jeweils ner Bar. Ich könnte mir raussuchen, wo ich sitzen will, und werde doch erstmal in den unteren gesteckt, könne aber auch wechseln. Eintritt kostet 200 Dinger, und damit verlässt sie mich wieder. Ich stehe dann mit meinen 200 vor der vermeintlichen Kasse, aber der Typ da will mein Geld nicht haben. Das war wohl die Garderobe, bezahlt wird hier erst zum Schluss, erklärt mir die Kirsche, die noch mal helfend herbeieilt, und für Notfälle gibts auch nen Bankomaten im Laden. Gut. Der Manager des Stripraums weist mir dann einen Platz in einer Sitzgruppe zu. In Raummitte befinden sich drei Tanzstangen, und die Mädels fangen an der hintersten Stange an zu tanzen. Nach jeweils einem Lied rutschen sie eine Stange nach vorne und hinten kommt ne neue dazu, während die vorderste verschwindet. An der mittleren Stange fällt dann auch das Oberteil und das war es. Die schon erwähnten Stripperinnen bei „Tschuldigung, Oma“ waren viel sportlicher. Andererseits sind die Mädels echt heiße Granaten - wie auch den ganzen Tag in der Stadt rumlaufen. Es brauche mir keiner mehr erzählen, dass es normal sei, dass Frauen überall ein paar Polster haben dürfen oder müssen. Nee Mädels, das ist nicht normal, das ist fett! Der Manager erklärt mir, wenn ich eine Waitress kennenlernen wolle, müsse ich es ihm sagen. Hmm, die eine Kellnerin, die ist auch absolut sexy, weil sie so ein bisschen den spöttischen Blick hat, die würde ich am liebsten kennenlernen, aber er meinte wohl sicherlich die Tänzerinnen. Eine von den Schnitten suche ich mir dann für einen Lapdance heraus, wird mir vom Manager schnell herbeiorganisiert. Lapdance versteht sie gar nicht, mit private dance klappt es dann. Der wird in einem Nebenraum durchgeführt und kostet stolze 400 Dinger, also knapp 20 Euro. Die sind im Unterschied zu sonstigen Gebühren und Preisen auch unmittelbar an die Frau zu zahlen. Die Dauer soll zwei Songs sein, der erste Song ist aber schon halb vorbei, ehe es los geht. Nun will ich nicht sagen, dass es schlecht war, aber im Sogo in Warschau ist es günstiger und mit wesentlich mehr Körpereinsatz. Ich hab dann noch ein alkoholfreies Bier und will dann noch mal die super krass toll gestylte Frau mit den megalangen blonden Haaren, winke mir wieder den Manager ran, mache im klar, welche ich will, er verschwindet im Aufenthaltsraum der Mädels, kommt aber mit ner schlechten Nachricht wieder. Sie sei busy, ich soll mir ne andere raussuchen. Naja, so richtig große Lust habe ich ohnehin nicht mehr, sondern lasse mir dann die Rechnung bringen...
     
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  2. Neuromancer

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