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Best of SF Ein Schwede in Polen - Bericht aus Lodz und Warschau

Dieses Thema im Forum "Best of" wurde erstellt von Neuromancer, 6. August 2016.

  1. Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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    Ein Schwede in Polen - Bericht aus Lodz und Warschau

    Es war mal wieder Zeit für Urlaub. Um nicht immer nur nach Warschau zu fahren, sondern auch mal wieder eine neue Woiwodschaft kennenzulernen, beschloss ich, vorher noch ein paar Tage in Łódź Station zu machen. Leider ist die drittgrößte Stadt Polens, obwohl nahe an Warschau gelegen, schlecht zu erreichen. Der Berlin-Warszawa-Express fährt an Łódź nördlich vorbei. So gab es per Bahn nur die Möglichkeiten, entweder mit ganz knapper Umsteigezeit auf irgendeiner polnischen Klitsche den Berlin-Warschau-Express zu nehmen oder über Breslau zu fahren. Die Breslau-Variante ist aber auch nicht gut, entweder man fährt um 6 Uhr los und kommt gegen 14 Uhr an, oder man fährt erst 12 Uhr los und kommt nach 21 Uhr an. Noch vor 6 Uhr aufstehen und das auch noch im Urlaub - niemals!

    Die Fahrkarte bei der Deutschen Bahn war erstmal nicht käuflich zu erwerben, nur eine Preisanfrage konnte gestellt werden. Die Antwort der Bahn lautete wie folgt:
    Na das klingt doch gut! De fakto habe ich dann für den ersten Teil der Reise von Dresden bis Breslau, ca. 300 km, 3 1/2 Stunden im Zug beim Schaffner 33 Euro inklusive Rückfahrt bezahlt. Auf meine Bemerkung, nur eine einfache Fahrt zu benötigen, gab es die Aussage, das gäbs nicht anders. Für den zweiten Teil habe ich auf abenteuerlichen polnischen Webseiten ein Onlineticket gekauft (der Schaffner hat es angeguckt, als hätte er sowas noch nie gesehen), Breslau bis Łódź ca. 250 km, 5 Stunden Fahrzeit für 33 Złoty.

    Bei diesen Daten hätte ich stutzig werden müssen. War der erste Teil der Reise trotz Verspätung und diesen hässlichen Dieseltreibwagen, wo man sich überdies gefragt hat, wie das ganze Volk vom Bahnsteig da je reinpassen soll - es ging ein Raunen über den Bahnsteig bei der Einfahrt des Zuges (hat aber erstaunlicherweise geklappt) - noch irgendwie erträglich, war der zweite Teil ganz übel. Es hat gehießen, fahr nicht mit der Eisenbahn in Polen, und ich habs nicht geglaubt. Es wird erzählt, der Berlin-Warszawa-Express ist der einzige gute Zug in Polen, und ich hab gedacht, das ist lange her.

    Gabs beim Umstieg in Breslau schon das erste Mal Stress, bekanntlich sind in anderen Ländern nicht einfach die Bahnsteige durchnummeriert, sondern teilen sich auf in Bahnsteige und Gleise, so steht auf der Abfahrtstafel für meinen Zug römisch I/2. Nur sind Bahnsteig und Gleis mit indischen Ziffern beschildert, und woher soll ich nun wissen, ob ich bei Bahnsteig 1, Gleis 2 oder Bahnsteig 2, Gleis 1 fahren muss? Zumal bis unmittelbar vor Abfahrt des Zuges die Anzeigetafeln leer bleiben.

    Der Zug, die übelste Holzklasse! Ok, die Sitze waren mit Kunststoff gepolstert, sonst wäre man aufgrund der heftigen Stöße während der Fahrt übersät mit blauen Flecken angekommen. Ein Wunder, dass der Zug überhaupt „so schnell“ gefahren ist. Auf den Bahnhöfen stehen noch Formsignale und Wasserfüllstationen für Dampfloks.

    Nun, der ehemalige Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar. ist jetzt zum Chef der ukrainischen Staatsbahn berufen worden, na dann, toi toi toi, liebe Ukrainer, das klappt bestimmt!

    21:00 Uhr Anstoß Polen gegen Deutschland, 22:00 checke ich im Hotel ein. Die Lobby voller Gäste in Rot-Weiß, die das Spiel ansehen. Angesichts der Brisanz habe ich mir vorgenommen, dieses Mal gebe ich mich als Schwede aus, das merken die nie! Den Typen an der Rezeption kann ich leider nicht bescheißen, der will meinen Ausweis sehen. Untergekommen bin ich im Hotel Ambasador im Zentrum, dieses hat den größten Swimmingpool, den ich je in einem Hotel gesehen habe, hat auf alle Fälle meine Empfehlung.

    Ansonsten ist Łódź nicht so der touristische Bringer. Es gibt eine einzige, dafür sehr lange Fußgängerstraße, die Piotrkowska, entlang derer die meisten Häuser auch saniert sind. Entlang der Piłsudskiego gibt es einige moderne Neubauten, außerdem ist die Straße erst kürlich saniert und der Verkehr teilweise unterirdisch verlegt worden. An der Ecke Piłsudskiego/Piotrkowska befindet sich auch eine neue moderne Zentralhaltestelle für den ÖPNV, die hundertmal cleverer gestaltet ist als der Postplatz von der DVB. Der ÖPNV ist sehr in Ordnung im Vergleich zum Fernverkehr. Ansonsten dominieren in Łódź bröckelige Altbauten und Baulücken. An den kahlen Stirnwänden finden sich häufig riesengroße Wandmalereien, die ihrerseits teilweise schon wieder abblättern. In Warschau würden dort nachts angestrahlte Reklamewände hängen. Wiederum recht hübsch sind einige sanierte Industriebauten aus rotem Ziegelmauerwerk, in denen sich jetzt große Einkaufszentren oder Luxus-Appartments befinden.

    Im Einkaufszentrum um die Ecke besorge ich mir eine Prepaid-Karte für 20 Złoty. Dafür kriege ich 9 GB LTE und eine unbekannte Anzahl Gesprächsminuten (im gesamten Urlaub wurden von letzteren weniger als 1/4 verbraucht). Zum Preis des deutschen Billiganbieters ungefähr Faktor 25, ich glaube, wir werden von Vodafone, T-Mobile und Co. ganz gewaltig beschissen.

    Gewerblich kann man sich wie überall in Polen bei Roksa und Odloty umsehen. Aufgrund der kurzen Aufenthaltszeit habe ich nur wenig probiert, bei ein paar Mädels anzurufen. Einmal hats sogar geklappt und ich habe Straße und Hausnummer genannt bekommen. Die Straße blieb mir zwar unverständlich (SMS-Versand war nicht möglich), konnte ich aber über das polnische Forum herausbekommen. Vor Ort angekommen, verstand man mich gar nicht mehr und so blieb unbekannt, an welcher Tür ich nun hätte klingeln müssen. Auch eine SMS meinerseits bleibt unbeantwortet, ok, SMS konnte sie ja auch schon vorher aus unbekanntem Grund nicht versenden.

    Also ab in einen Puff! Davon konnte ich über Odloty vier Stück recherchieren:

    Club 67 auf der Sierakowskiego 67

    Night Club Cyprysowa auf der Cyprysowa 5B

    Villa Rosa auf der Obywatelska 166G

    Campari auf der Sanocka 14 (Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar.)

    Die Konditionen sind bei allen ähnlich. Die ersteren beiden liegen ein gutes Stück nördlich vom Zentrum, die anderen beiden leicht südlich. Da ich nun schon nach 22:00 Uhr irgendwo verraten und verkauft in der Gegend rumstehe, entscheide ich mich für den nächstgelegenen Club und das ist der Campari auf der Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar.. Der Eingang ist um die Ecke auf der Browarna und wird von zwei hellen Scheinwerfern ausgeleuchtet, in deren Kegel man wie auf dem Präsentierteller mitten drin steht, wenn man an der Tür klingelt. Ansonsten ist die Straße komplett ohne Einrichtungen der Stadtbeleuchtung und zappenduster (auf der Sanocka immerhin gibt’s Straßenlaternen).

    Drin sieht der Laden gar nicht so schlecht aus, im Erdgeschoß hat die Security ihr Büro, im ersten Stock ist eine Bar und obendrüber sind die Zimmer. Ich ordere ein Bier für 20 Złoty und harre der Dinge, die kommen mögen. Es sind ungefähr acht oder gar 10 Mädels anwesend, Dreibeiner vielleicht drei. Mit einer Aisha, schwarze Haare, Ende der 20er, kleines Piercing im Gesicht (nicht auf der Homepage abgebildet, zumindest nicht unter diesem Namen) komme ich ins Gespräch, die kann sogar ein bisschen deutsch. Sieht auch nicht so schlecht aus, gefiel mir in dem Moment jedenfalls am Besten. Halt nein, ich hab noch ne andere, kurzhaarige Favoritin, wo ich aber zu lange zögere und mich nicht traue, auch ist nicht abzuschätzen, wie die Figur, Optik und Alter aus der Nähe wirklich sind, und dann geht sie mit nem anderen ohne großes Vorgeplänkel aufs Zimmer. Die Aisha kriegt noch was zu trinken für 50 Złoty und dann geht’s auf für sie aufs Zimmer, mit mir. Die Bänke in der Bar sind derart unbequem, da möchte man gar nicht länger drauf sitzen. Der Aisha scheint das aber noch nicht aufgefallen zu sein, die versteht meine diesbezügliche Bemerkung nicht. Die Stunde kostet 220 Złoty und die Konditionen stellen sich wie folgt dar: Einmal ficken, keine Extras, so die Ansage nach der Geldübergabe. Na egal... Ausgezogen ist die Figur auch nicht so knackig wie erhofft, Blasen ist deutlich besser als erwartet. Zuerst Missio mit Flutschi, danach von hinten darf ich nicht so dolle, also nochmal Missio, wo es auch beendet wird. Entsprechend der Ansage ist die Nummer dann vorbei und mit der letzten Straßenbahn, also noch vor Mitternacht, geht’s für mich ins Hotel zurück.

    Am nächsten Abend überlege ich eine Weile, ob ich noch mal in den gleichen Laden fahre, um mir die Kurzhaarige (meine heimliche Favoritin vom Vortag) noch mal anzusehen oder den langen Weg in den Norden zu den beiden anderen Schuppen auf mich nehme, von wo ich hinterher ohne Taxi wahrscheinlich nicht mehr zurückkomme. Ich entscheide mich für einen Kompromiss. Was neues will ich schon sehen und fahre daher zu dem zweiten südlichen Laden. Und wenn ich noch Bock habe, kann ich von da notfalls wieder ins Campari. Kurz nach 21 Uhr stehe ich vor der Villa Rosa, ein schmales Reihenhaus, auf der Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar.. Es sieht mit rotem Pflaster vor dem Haus (Zufall?) dezent nach Puff aus, ich klingle, keiner öffnet. Um die Ecke checke ich die Anzeige, Mist, der Laden macht tatsächlich erst um 22 Uhr auf! Die anderen Läden sind auch nicht viel besser... was macht in Łódź bloß der Freier mit Tagesfreizeit? Oder der gesundheitsbewußte Ficker, der die Nacht zum Schlafen nutzen möchte? - In dieser trostlosen Gegend möchte ich keine Stunde warten und fahre daher rüber zu dem gestern besuchten Laden. Auch hier öffnet man erst 22 Uhr und ich muss mir noch irgendwo die Zeit vertreiben.

    Nach einem akademischen Viertel klingle ich wieder im Kegel des Scheinwerfers, den Weg zur Bar kenne ich jetzt, ein Blick in die Runde, das gleiche Bier für 20 Złoty an der Bar. Dann kommt als erstes die Blonde, die sich gestern zusammen mit der Aisha schon zu mir gesetzt hat, und das Gespräch fängt wieder bei Null an. Ach, Du sprichst nur Englisch, woher kommst Du denn, wie heißt Du? Man erinnert sich nicht an mich. Die große Kurzhaarige sitzt weit weg und ich bin mir wieder und immer noch unsicher. Dann kommt ein ganz kleiner Mann und setzt sich neben sie und quatscht mir ihr, guckt ihr in den Ausschnitt und so weiter. Ich sag irgendwann meiner Blonden, die nicht so recht schlau aus mir wird, dass ich die Kurzhaarige haben will. Prompt wird sie quer durch den Laden zu mir gerufen, der andere hat Pech. Mit ihr liege ich gleich auf einer Wellenlänge. Das Angebot, dass sich die Aisha zu uns setzen würde, weil sie deutsch kann, wehre ich ab, und viel später erzählt mir meine Auserwählte, dass sie diese Ablehnung sehr amüsiert hat und wir uns trotzdem gut verstanden hätten, mit den jeweiligen Brocken Englisch, Deutsch und Polnisch.

    Linda heißt sie. Die Fotos auf der Homepage werden ihr nicht ganz gerecht. Sie hat einen schwarzen String und eine schlichte weiße Bluse an, sehr sexy. Die kurzen Haare erwähnte ich, und die sind hinten und an der Seite wirklich raspelkurz und obendrauf nicht viel länger. Wenn ich beim Friseur 3 mm bestelle und hinterher im Spiegel schaue, denk ich mir immer, das ist doch eher 1 cm als 3 mm, nun, bei ihr sind es wirklich 3 mm, maximal, und obendrauf nicht viel mehr. Außerdem sehr groß, mit ihren 15 cm-Schuhen größer als ich, ohne Schuhe freilich etwas kleiner. Und sehr kräftig, ihre Oberarme sind locker doppelt so dick wie meine, ganz ohne Fett, aber auch nicht sehnig. Eine richtige Amazone habe ich hier! Sie geht regelmäßig schwimmen und daher nun auch die kurzen Haare, da lange Haare dabei immer gestört haben, und vom Kraulen kommen die Arme. Mein Hotel mit dem schönen Swimmingpool kennt sie auch und geht da gelegentlich auch hin. Als sie hört, dass ich gestern auch schon in dem Laden war und sie auch schon gesehen habe, sie dann aber weg war, freut sie sich, weil ich nur wegen ihr extra noch mal gekommen bin. Natürlich gibt’s auch heute wieder ein Getränk für die Dame zu 50 Złoty und für die üblichen 220 verschwinden wir aufs Zimmer. Heute wird nicht vorher erklärt, was alles nicht geht. Es gibt ZK und blasen ist mit. Der Sex ist genial, alle Stellungen nehmen wir durch, von hinten bestaune ich die beiden dicken Stränge der Rückenmuskulatur, am ehesten vergleichbar mit meinen Unterarmen, einfach Wahnsinn. Beim Aftersextalk verschätzen wir uns gegenseitig deutlich beim Alter. Ich werde gleich 17 Jahre zu jung geschätzt, was mir noch mehrfach in dieser Größenordnung im Urlaub passieren sollte; ich glaube, bis ich irgendwann wirklich 60 bin, werde ich wohl noch für 30 gehalten und dann schlagartig für 60, sie habe ich dafür auch gleich mal 20 Jahre zu jung geschätzt, sie ist schon 50, ich bin geschockt, aber ein kleines bisschen deckt sich das mit meinen Befürchtungen.

    Nach der Stunde klingelt das Telefon, gestern war ich vorher schon lange wieder nach unten gelotst worden. Ich übergebe noch mal 220 Złoty für eine neue Runde, wieder sehr genial. Danach habe ich fast immer noch Bock, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Mit dem Nachtbus, der alle halbe Stunde kommt, dafür fast leer ist, gehts wieder ins Hotel. - Sonntag hat der Laden entgegen der Angabe bei Odloty leider geschlossen, bei den anderen wird das wohl auch so sein. Gibts halt mal einen Tag Pause. Ich habe zwar schon am Sonnabend überlegt, ob ich mir die Linda aufs Hotel bestellen soll, aber wer weiß, ob sie das gemacht hätte und wer weiß, wie sie wirklich im Tageslicht aussieht, obs mich dann gruselt, bei dem Alter...
     
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  2. Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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  3. Neuromancer

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