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Best off Kiew in Episoden

Dieses Thema im Forum "Best of" wurde erstellt von Neuromancer, 5. August 2015.

  1. 5. August 2015
    Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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    Kiew in Episoden

    Recht kurz entschlossen flog ich nach Kiew. Speziell in diesem Forum ist das Thema recht unterbelichtet, aber bei ISG und in anderen Foren fanden sich einige Informationen.

    Gebucht wurde direkt bei der ukrainischen Fluggesellschaft UIA ein Direktflug ab Prag (die bekannten Flugbuchungsportale sind mittlerweile völlig unseriös und taugen maximal noch zur Informationsbeschaffung) und als Unterkunft das sehr gut gelegene Hotel Bontiak mit vier Sternen. Kosten für den Flug ca. 320 Euro (das geht sicher auch günstiger mit mehr Vorlauf) und ca. 60 Euro pro Übernachtung für das Hotel.

    Der Durchschnittsverdienst in Kiew dürfte bei deutlich unter 500 Euro liegen, meine Informationen sind von 2013 und damit noch von vor der aktuellen Krise, die für eine deutliche Währungsabwertung gesorgt hat. Bei allen Preisen sollte man dies immer im Hinterkopf behalten. Verschiedene Dienstleistungen sind allerdings im gleichen Zuge teurer geworden, so wie die Währung abgewertet hat. Sicherlich wird die Teuerung aber nicht zurückgenommen, wenn der Wechselkurs wieder stärker notiert. Der Kurs schwankt teils in Monatsfrist stark und liegt zur Zeit bei ca. 1 Euro für 25 Hrywni (im folgenden einfach nur noch Dinger genannt).

    Die Preissituation ist sehr unterschiedlich. So ist der ÖPNV einfach nur unendlich spottbillig - Metro- und Busfahren für unglaubliche 12 bis 16 Cent, andererseits kosten ein kleines Stück Dauerwurst, ein kleines Stück Käse, ein kleines Weißbrot, eine Flasche Milch und zwei Flaschen Wasser (alles einheimische Produkte) im Supermarkt schon mal über 4 Euro und davon kann zum Beispiel ne vierköpfige Familie nicht lange satt werden. Eintritt in eine normale Disko kostet 100 bis 200 Dinger und ein kleines Bier kostet auch mal 2,50 Euro. Ein Menü bei McDonalds dagegen kostet mit Hamburger, großen Pommes und großer Cola 71 Dinger, also für Westeuropäer recht günstige 3 Euro. Fazit: Mit dem Durchschnittsverdienst ist man insgesamt arm dran, die Diskos sind trotzdem voller junger Leute.

    Flug und Einreise verliefen absolut professionell, zügig und ohne Schikanen. Sämtliche Schauermärchen, die man im Internet findet, kann ich nicht bestätigen. Der Flughafen ist gut beschildert. Vom Hotel erhielt ich vor der Abfahrt noch eine Mail, sie würden mir gerne einen Transfer organisieren, für stolze 1000 Dinger, was nach Internetrecherche natürlich, obwohl der Flughafen weit außerhalb liegt, hoffnungslos überteuert ist. Statt dessen bin ich mit dem Skybus gefahren, der direkt am Ankunftsterminal auf Fahrgäste wartet, für einen lächerlichen Preis, an den ich mich nicht mehr genau erinnere (30 Dinger bis zur Metro?). Der Bus fährt ins Stadtzentrum zum Bahnhof und hält unterwegs noch einmal an einer Metrostation.

    Für die Metro sollte man immer einen 20 Dinger-Schein einstecken haben. Mit diesem kann man am Automaten fünf grüne Plastechips ziehen, mit denen man jeweils an der Rolltreppe den Durchlassautomaten füttern muss. Das wird auch penibel von Personal kontrolliert, genauso wie am Rolltreppenende weiteres Personal sitzt. Die Metro gehört zu den tiefstgelegensten der Welt, ich habe einmal die Fahrt gefilmt und bin auf vier Minuten Video gekommen, als ich bei der tiefsten Station noch mal filmen wollte, wurde vor Ende das file size limit vom Gerät erreicht. In anderen Städten wäre der Weg von der Erdoberfläche zur U-Bahn-Station schon mal die Strecke zwischen zwei Haltestellen.

    Die Eingänge zur U-Bahn sind teils schwer zu finden. Da die Bahn so tief gebaut wurde, sind die Ausgänge weit entfernt an der Oberfläche von der Stelle, wo auf den Onlinekarten die Haltestellen eingezeichnet sind. Manchmal kommt man aus der U-Bahn auch mitten aus einem Wohnhaus heraus. In Openstreetmap sind häufig die unterirdischen Wege eingezeichnet, was aber manchmal etwas mühevoll zu erkennen ist. Behindertengerecht außer einem Blindenlockruf über den Türen ist natürlich gar nichts.

    Bus und Straßenbahn werden im Fahrzeug bezahlt. Der Bus beim Fahrer, in der Straßenbahn sitzt wohl in jedem Wagen ein Schaffner. Kostet drei bis vier Dinger, also nur Centbeträge. Oder auch gar nichts, wenn man es so macht wie ich: Der Bus kommt, ich steige beim Fahrer ein: „Guter Mann, ich würde gern eine Erlaubnis zur temporären Mitnutzung dieses Fahrzeugs käuflich erwerben.“ Und der Busfahrer: „Nje ponimaju“. Ich halte ihm einen 10er hin: „One Ticket please“. - „Nje ponimaju“. Da habe ich mitgekriegt, nicht wie in Lemberg, wo man an der vordersten Tür einsteigen musste, um das Ticket zu kaufen, war ich hier im Führerhaus gelandet, und die Tür war wahrscheinlich nur wegen der Hitze offen. Also raus, hinter zur zweiten Tür, wieder rein, Abfahrt. Andere Leute steigen ein, aber keiner bezahlt irgendwas, ich also auch nicht (das war falsch, aber ohne Konsequenzen).

    Die Fahrgastinfos sind sehr durchwachsen. Einen Liniennetzplan außer von der U-Bahn habe ich nirgendwo gefunden, die Webseite der Verkehrsbetriebe ist ausschließlich russisch (russisch und ukrainisch werde ich mal gleichsetzen, auch wenn es sich deutlich unterscheiden soll, für mich war nicht unterscheidbar und im Alltagsleben wird ohnehin offensichtlich überwiegend russisch gesprochen). Beholfen habe ich mir mit der ÖPNV-Karte bei Openstreetmap, von welcher ich mir aus mehreren Screenshots eine große Karte zusammengebastelt habe. In den U-Bahn-Stationen hängt am Bahnsteig ein Aushang mit den jeweils folgenden Haltestellen, in der Bahn gibt es nuschelnde Ansagen, vereinzelt aber auch Züge mit Monitoren, die meistens auch funktionieren, auf denen ein Fahrgastinformationssystem läuft.

    In den normalen Bussen oder in den Minibussen gibts überhaupt keine Informationen außer der Liniennummer. Die Abfahrtszeiten der Busse sind auf das Haltestellen-Straßenschild gemalt. Ganz anders dagegen im O-Bus: Sehr gut verständliche Ansagen auf englisch und russisch an jeder Haltestelle. Allerdings ist hier meine Stichprobe jeweils nur sehr klein.

    Von der Stadt war ich angenehm überrascht. Sehr sauber, viel lebendiger als zum Beispiel Riga vor reichlich zwei Jahren, die Bausubstanz in einem überwiegend guten bis sehr guten Zustand, die Straßen zumindest annehmbar, auch wenn es natürlich Hauptstraßen im besten Köbrü-Stil gibt. Gerast und halsbrecherisch gefahren wird trotzdem überall. Mein Sicherheitsgefühl war überall gut, wobei einen Abend ein Luxusjeep mit offensichtlich frisch eingeschlagener Seitenscheibe vor dem Hotel stand. Die Vorstädte sind natürlich ein einziges gigantisches Prohlis oder Marzahn.

    Prostitution ist in der Ukraine verboten. Nichtsdestotrotz gibt es derartige Angebote. Dies fängt auf einschlägigen Seiten bei 300 Dinger (also 12 Euro) pro Stunde an. Allerdings ist dort der Anteil an geklauten und damit unechten Bildern, wie man per Google-Bildersuche recht einfach feststellen kann, sehr hoch. Mit Hilfe eines ukrainischen Forums kann man sicher noch etwas aussieben. Ich habe mir zwar sicherheitshalber sowohl die entsprechenden Links als auch eine kleine Liste mit Telefonnummern mitgenommen, aber letztendlich doch beschlossen, derartige Angebote nicht zu nutzen, da ich einerseits im legalen Bereich bleiben wollte und andererseits den Fokus bei meinem Erstbesuch mehr auf Sightseeing legen und nicht Nachmittage lang telefonierenderweise im Hotel hocken wollte. Außerdem waren diesbezüglich meine Erfahrungen aus Lemberg letztes Jahr sehr schlecht, da alle vorbereiteten Nummern nicht erreichbar waren.

    Dann gibt es noch das andere Extrem. Edelhuren, die man aus Bars abschleppen oder aus Stripclubs auslösen kann. Da kosten dann der Rest der Nacht oder zwei, drei Stunden ab 300 Dollar. Dies sind laut Aussage einer meiner Massageladies diejenigen Menschen in Kiew, die das beste Leben haben, die besten Apartments, die besten Sachen, das meiste Geld. Konvertierbare Währung erhält man als Ausländer in Kiew angeblich nicht, zumindest nicht vom Konto. Daher habe ich mir für den Fall der Fälle eine kleine Barschaft mitgenommen und aufgeteilt an verschiedensten Stellen im Reisegepäck versteckt, derartige Dienste dann aber nicht in Anspruch genommen. Mit dem Mitnehmen ins Hotel wäre es sicher auch schwierig geworden, da es doch ein eher ruhiges und kleineres Hotel war, und andererseits steht die aufgerufene Summe in überhaupt keinem Verhältnis zum Durchschnittsverdienst. Das muss man nicht unterstützen. Angeblich ist der Preis auch kaum verhandelbar (außer gegen Morgen, wenn die Nacht nicht mehr so lang ist) beziehungsweise es fehlt der Mittelbau beziehungsweise sollen alle Luxusgüter in Kiew unverhandelbar teuer sein, denn die Masse kann es sich sowieso nicht leisten und die Reichen sind so reich, die interessiert das überhaupt nicht, wie teuer irgend etwas ist. So stand es sinngemäß in einem anderen Forum.

    Aufgrund der großen Hitze war ich manchmal nur halbtags unterwegs. Neben unzähligen und für mich namenlosen Kirchen habe ich das Goldene Tor (ein uraltes Stadttor), den Andreassteig sowie das Höhlenkloster besichtigt. Letzteres ist Unesco-Weltkulturerbe (aber seit dem Fanal von Dresden hat das ja nichts mehr zu bedeuten) und mir vor allem aufgrund der vielen Bettler am Eingang, am Ausgang und im Inneren (dort weniger aggressiv) aufgefallen. Natürlich musste man Eintritt bezahlen, und am Kassenhäuschen steht eindeutig 20 Dinger dran. Ich hab grade nur nen 50er Schein bei der Hand. Vielen Dank, hier ist ihr Ticket, und kein Wechselgeld kommt! Und der Kassenbon ging wirklich über 50 Dinger... Außerdem eher schlecht beschildert, aber ansehen muss man es sich wohl mal. Weiterhin natürlich den geschichtsträchtigen Maidan, den Khreschatyk-Boulevard, den Bogen der Völkerfreundschaft (von dort auf dem Hügel gibt es eine Seilbahn, in die man mit einem Klettergurt eingehängt wird, die über reichlich 500 m Länge bis zur gegenüberliegenden Dnepr-Insel führt, sehr genial, bungee jumping light für 200 Dinger), ein gigantomanisches WK-II-Denkmal und viele, viele Parks.

    Abends bin ich meist in Richtung Maidan und Khreschatyk und habe mir ne Kneipe bzw. Bar gesucht. In Kontakt bin ich leider niemals gekommen (bis auf eine Ausnahme, die ich unerwarteterweise über ein seltsames Hobby kennengelernt habe, sehr hübsch, aber schon vergeben), obwohl auffällig viele Frauen und Mädchen unterwegs waren. Im Gegensatz zu uns gibt es dort eher Frauenüberschuss. Eine Ausnahme gab es, gleich am zweiten Tag war ich in der Buddha-Bar, die laut Internet von den erwähnten Edel-Prostituierten frequentiert wird, aber auch durchaus von normalem Publikum, so dass man sich nie ganz sicher sein kann. Dort kamen beinahe zeitgleich mit mir zwei tolle Mädels an, bei denen ich gleich den Verdacht hatte, hier handelt es sich um Professionelle. Die lachten sich aber erstmal nen Amerikaner an, der neben mir im Eiltempo drei kleine Bier hintergekippt hat. Der hat dann ne Weile mit denen gequatscht, ein Glas Sekt ausgegeben und ist dann zur Enttäuschung der Mädels verschwunden. Zwischendurch kam noch ne andere, bei der ich ebenfalls gleich einen Verdacht hatte, die rückte ihren Barhocker auch erst in meine Richtung, beschäftigte sich dann aber ausgiebig und ausschließlich mit ihrem Handy. Schließlich kam ein anderer älterer Ami oder Engländer und machte die erstmal völlig zur Sau, irgendwie schien es darum zu gehen, dass sie zur falschen Zeit am falschen Treffpunkt war oder irgendsowas. Der muss sehr reich gewesen sein, denn die Szene war wirklich übel, der Typ wirklich alt und die Frau wirklich sehr hübsch. Kurz darauf zogen die dann ab. Nachdem der erste Ami genausoschnell verschwunden war, wie er erschien, wurde ich als Opfer von den beiden Mädels auserkoren, die mir ziemlich offensichtlich zuwinkten. Ich meine, ein subtileres und einladenderes Zeichen hätte sicher meinen Jagdinstinkt geweckt und mein Herz in die Hose rutschen lassen und den Blutfluss nach unten verlagert und vielleicht sogar unbeabsichtigte Geldausgaben bewirkt, aber ranwinken lass ich mich nicht. Da das Bier dort echt Scheiße geschmeckt hat, es gab nur belgisches oder mexikanisches in ganz kleinen Flaschen mit viel zu viel Volumenprozenten, und dafür muss ich nicht in die Ukraine fahren, am Tag zuvor in einem anderen Pub gabs immerhin leckeres tschechisches Bier, bin ich dort abgehauen, und auch nicht mehr wiedergekommen...

    Freitag und Sonnabend Abend bin ich jeweils in eine Disko. Zuvor hatte ich gehört, ich solle nicht nach einer Frau in einer Disko suchen, das wären ausschließlich Prostituierte, aber ich wollte eben auch mal in ne Russendisko. Am Freitag gings in die Disko „Sorry Babushka“ („Tschuldigung, Oma“), Eintritt 100 Dinger. Unterschied zu einer deutschen Disko: Knackige Kerle hinter der Bar - Besucher zum Großteil Mädels (zu späterer Stunde wurde das Verhältnis Frauen-Männer schlechter). Die Disko sollte laut Auskunft der Hotelrezeption drei Dancefloors haben. Dancefloor 1 im Erdgeschoß: check. Dancefloor 2 oben: check. Dancefloor 3 im Keller nach langer Suche gefunden: eine kleine Stripbar. Dort musste man bei der bildhübschen Kellnerin noch mal 50 Dinger zusätzlichen Eintritt löhnen. Getanzt haben die Mädels dort gut, besser und akrobatischer als im Rio, aber wahrscheinlich gabs dort keine Zusatzleistungen. Wie die dort bei den wenigen Gästen und dem lächerlichen Eintritt auf ihr Geld kommen, ist mir ein Rätsel.

    Am Sonnabend bin ich auf Empfehlung in den Carribean Nightclub. Der wäre bekannt dafür, dass dort einheimische Mädels auf ausländische Freunde hoffen. Überhaupt habe ich den Spruch von meiner Bekannten gehört, es würden wohl alle ukrainischen Mädchen davon träumen, einen Mann im Westen zu heiraten. In den Foren im Internet dagegen hat der Laden nicht die besten Kritiken bekommen, angeblich Männerüberschuss und viele Südländer. Wie gesagt, bin ich trotzdem hin. Eintritt recht stolze 200 Dinger, dafür soll eine Band spielen. Die fing dann aber erst nachts um ein Uhr an, eine Zeit, zu der ich eigentlich schon wieder in meinem Hotelbett liegen wollte. Auch hier anfänglich wieder hoher Frauenüberschuss, Südländer kann ich nicht bestätigen. Allerdings, auch schon wie am Vortag, der optische Durchschnitt merkwürdigerweise viel niedriger als das, was man den ganzen Tag lang an absoluten Zuckerschnecken in der Stadt rumlaufen sieht... Eine Unsitte dieser ukrainischen Diskos ist die Tischreservierung. Es stehen überall Tische rum, und auf allen steht ein reserviert-Schild. Im Caribbean gibt es wenigstens noch ein paar Barhocker, und da ich für ukrainische Verhältnisse offensichtlich zeitig am Start bin, noch geschlagene zwei Stunden muss ich auf die Band warten, erwische ich noch einen, der ist jetzt meine, bis ich mal pinkeln muss. Wenigstens ist hier die Bierauswahl größer, es gibt gezapftes, was aber keiner trinkt, und ein bisschen mehr Auswahl beim Flaschenbier, 60 Dinger für ein kleines Heineken. Kennengelernt habe ich hier natürlich auch niemanden. Das Taxi rückzu war dann doppelt so teuer für die gleichen zwei Kilometer; am Vortag bin ich gelaufen, hatte dafür auch meine Turnschuhe (dunkles Leder) an, die prompt am Eingang bemeckert wurden - ich meine, Hallo, die Schuhe haben ungefähr 1/4 eines ukrainischen Monatsgehalts gekostet!, diesmal hatte ich nun meine italienischen Lederschuhe an (für fast ein ganzes ukrainisches Durchschnittsgehalt UVP, hab die aber für einen Schnäppchenpreis bekommen), in denen ich aber nur Kurzstrecke laufen kann, als das Taxi, welches mir die Hotelrezeption für die Hinfahrt gerufen hat.

    Der vom Hotel gerufene Taxifahrer fragte mich übrigens auch gleich als erstes, ob ich wirklich in eine Disko und nicht lieber Frauen oder in einen Stripclub wolle. Gegebenenfalls kann man bei Bedarf wahrscheinlich den Taxijoker ziehen.

    Ganz ohne Gewerbe ging der Urlaub natürlich doch nicht aus. Einmal habe ich den Stripclub Rio besucht, eingedenk des wirklich guten und extrem preisgünstigen Ladens in Lviv letztes Jahr. Es gibt wohl eine ganze Reihe Stripschuppen, aber das Rio hatte ganz gute Kritiken im Internet und lag außerdem gleich um die Ecke vom Hotel. Viele Men in black vor und in dem Laden. Mit den Turnschuhen gibts hier keine Probleme, dafür Sicherheitscheck wie am Flughafen. Da ich zum ersten Mal da bin, führt mich erstmal die Empfangsdame, eine hübsche Kirsche, durch die Räume. Oben gibts nen Stripraum mit ner Bar, dahinter noch nen Vip-Raum, der genauso aussieht und unten noch nen Stripraum mit jeweils ner Bar. Ich könnte mir raussuchen, wo ich sitzen will, und werde doch erstmal in den unteren gesteckt, könne aber auch wechseln. Eintritt kostet 200 Dinger, und damit verlässt sie mich wieder. Ich stehe dann mit meinen 200 vor der vermeintlichen Kasse, aber der Typ da will mein Geld nicht haben. Das war wohl die Garderobe, bezahlt wird hier erst zum Schluss, erklärt mir die Kirsche, die noch mal helfend herbeieilt, und für Notfälle gibts auch nen Bankomaten im Laden. Gut. Der Manager des Stripraums weist mir dann einen Platz in einer Sitzgruppe zu. In Raummitte befinden sich drei Tanzstangen, und die Mädels fangen an der hintersten Stange an zu tanzen. Nach jeweils einem Lied rutschen sie eine Stange nach vorne und hinten kommt ne neue dazu, während die vorderste verschwindet. An der mittleren Stange fällt dann auch das Oberteil und das war es. Die schon erwähnten Stripperinnen bei „Tschuldigung, Oma“ waren viel sportlicher. Andererseits sind die Mädels echt heiße Granaten - wie auch den ganzen Tag in der Stadt rumlaufen. Es brauche mir keiner mehr erzählen, dass es normal sei, dass Frauen überall ein paar Polster haben dürfen oder müssen. Nee Mädels, das ist nicht normal, das ist fett! Der Manager erklärt mir, wenn ich eine Waitress kennenlernen wolle, müsse ich es ihm sagen. Hmm, die eine Kellnerin, die ist auch absolut sexy, weil sie so ein bisschen den spöttischen Blick hat, die würde ich am liebsten kennenlernen, aber er meinte wohl sicherlich die Tänzerinnen. Eine von den Schnitten suche ich mir dann für einen Lapdance heraus, wird mir vom Manager schnell herbeiorganisiert. Lapdance versteht sie gar nicht, mit private dance klappt es dann. Der wird in einem Nebenraum durchgeführt und kostet stolze 400 Dinger, also knapp 20 Euro. Die sind im Unterschied zu sonstigen Gebühren und Preisen auch unmittelbar an die Frau zu zahlen. Die Dauer soll zwei Songs sein, der erste Song ist aber schon halb vorbei, ehe es los geht. Nun will ich nicht sagen, dass es schlecht war, aber im Sogo in Warschau ist es günstiger und mit wesentlich mehr Körpereinsatz. Ich hab dann noch ein alkoholfreies Bier und will dann noch mal die super krass toll gestylte Frau mit den megalangen blonden Haaren, winke mir wieder den Manager ran, mache im klar, welche ich will, er verschwindet im Aufenthaltsraum der Mädels, kommt aber mit ner schlechten Nachricht wieder. Sie sei busy, ich soll mir ne andere raussuchen. Naja, so richtig große Lust habe ich ohnehin nicht mehr, sondern lasse mir dann die Rechnung bringen...
     
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  2. 5. August 2015
    Neuromancer

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    Die anderen gewerblichen Dinge, die ich in Anspruch genommen habe, waren Massagesalons. Davon gibt es auch etliche. Angeblich kann man da unter Umständen die Mädels auch auslösen. Gleich um die Ecke vom Hotel befindet sich der Salon Dolly auf der Volodymyrska 40/2, Eingang von der Zolotovoritska 15, gleich bei dem schon erwähnten Goldenen Stadttor. Die Straßenecke finde ich freilich, aber Hausnummern stehen hier nirgends dran. Egal, die schreiben ja auf ihrer Webseite, sie würden englisch sprechen, also rufe ich mal an. Man ist zwar etwas überrascht, als ich nach der Begrüßung nach englisch frage, aber es funktioniert. Ich kriege nun die richtige Tür erklärt, eine graue Blechtür genau neben einer Kneipe. Und auf der zweireihigen Tastatur an der Tür muss ich nun noch die 2, die 7 und die 9 gleichzeitig drücken, gar nicht so einfach, wenn man mit der anderen Hand noch das Telefon halten muss und die Tür als solches auch noch öffnen will. Der Code entriegelt die Tür und dann eine Treppe hoch, rechts halten. Gleich an der Tür muss ich die Straßenschuhe ausziehen und in Einweg-Badelatschen schlüpfen. Drinnen stellen sich mir ungefähr 6 Mädels vor. Eine ist besonders hübsch, und nach kurzem Zweifel, bei welcher es wohl den besten Service gibt, nehme ich sie auch. Schlanke tolle Figur, halblange rötliche Haare, Stirnpony und slawisches Aussehen, super sexy, auf der Homepage zu finden unter Lera (alle Links gesammelt unten). Zufälligerweise kann sie sogar gut englisch. Ich bin gespannt, was nun folgt. Erstmal muss ich duschen gehen. Zurück im Zimmer wird mir bedeutet, mich wieder auszuziehen, ganz auszuziehen. Sie macht sich auch komplett nackig, und ich muss mich auf den Bauch legen. Nun beginnt eine Massage von buchstäblich den Zehen, den Zehenzwischenräumen (wo ich mich frage, ob die bei der vorherigen Dusche hoffentlich nicht zu kurz gekommen sind) bis hin zu den Ohrläppchen. Dann folgt der erotische Teil. Bis jetzt hatte ich nur das Babyöl abgekriegt, jetzt reibt sie sich auch mit Öl ein und rutscht danach mit ihrem ganzen Körper auf mir rum. Schließlich darf ich mich umdrehen, die Hände habe ich da jetzt auch frei, noch mehr Öl, noch mehr Rumgerutsche von dem süßesten Mädchen, mit welchem ich seit langem so engen Körperkontakt hatte, der Pimmel, will sagen meine Riesenlatte, wird nun immer wieder so positioniert, dass sie an dieser in voller Länge auf- und abgleiten kann und schlußendlich setzt sie sich auf mich, ich habe die Hände an den Brüsten und nun reitet sie auf mir herum, während die beiden eingeölten Hände hinter ihrem Rücken eine Pussy formen, eine absolut geile Simulation von echtem Sex. Ich habe einen Megaorgasmus, und ich bin verliebt, und das alles für unglaubliche 500 Dinger (ca. 20 Euro). Am nächsten Tag gehe ich gleich noch mal hin, natürlich wieder zu ihr. Die Mädels arbeiten immer zwei Tage und haben dann zwei Tage frei. Diesmal ist sie nicht ganz so herzlich, das Programm ist aber trotzdem wieder Spitze. Obwohl sie diesmal nicht so aufgeschlossen ist, frage ich trotzdem, ob sie sich denn nicht mal mit mir am nächsten Nachmittag in der Stadt auf einen Kaffee verabreden will, das wird leider abgelehnt.

    An einem anderen Tag bin ich zur Erotic-Massage Simona gefahren. Dieser Schuppen liegt ganz bequem direkt neben der Metrostation Arsenal, hat aber eine ausschließlich russische Homepage. Egal, wenn es dort nicht klappt, fahr ich halt zum nächsten Laden. Angekommen erstmal die Lage gecheckt und einmal rings herum um den vermuteten Wohnblock. Au Mist, ganz schön viele Eingangstüren und nirgends steht ne Nummer dran. Aber auch egal, die werden mir schon weiterhelfen, also angerufen. Man spricht englisch. Ich sage, ich bin an der Metro und stehe jetzt vor der Porter-Bar, wo muss ich hin. Zurück zur Metrostation wird gesagt, ich denke mir, dichter dran geht doch gar nicht. Einen Tag später sehe ich, der Pub geht auch noch ziemlich weit um die Ecke... Haus Nummer 9 wird jetzt gesucht, und ja, tatsächlich, das steht ganz unauffällig genau an der Haustür dran, wo ich gerade davorstehe. Jetzt noch die Wohnungsnummer ins Terminal eingeben, 113 war das glaube ich, und dann klingelt es in der Wohnung durch (ich höre es im Handy), worauf mir aufgetan wird. Nachdem ich mich im Treppenhaus noch kurz verlaufe, da ich das Stockwerk falsch verstanden habe, komme ich endlich an. Ein hübsches dunkelhaariges Mädchen begrüßt mich, mit der habe ich wohl auch telefoniert, und bittet mich, kurz auf das Lineup zu warten. Natürlich muss ich als erstes wieder die Schuhe aus- und Einwegbadelatschen anziehen. Insgesamt habe ich hier drei Mädchen zur Auswahl und entscheide mich zügig für die Türöffnerin. Die lobt mich dann gleich noch mal, wie gut und schnell ich den Laden gefunden habe, selbst manche Einheimische würden das nicht finden. Tja, ich bin halt smart! Die Massage kostet hier 450 Dinger, und für Anfassen (aber nicht innen, wie mir erklärt wird) werden noch mal 100 extra fällig. Die lege ich natürlich noch drauf, insgesamt übergebe ich 600 mangels 50er, das Wechselgeld bleibt verschollen. Nach der Dusche beginnt dann erst die normale Massage, die Kirsche ist schon vollständig nackt und äußerst hübsch, wieder mit den Zehen bis hin zu den Ohren, die müssen wohl alle den gleichen Kurs besucht haben, um danach in die Body-to-Body-Massage überzugehen. Das war wieder so unendlich geil, ich habe einen lange hinausgezögerten Mega-Orgasmus.

    Weitere Massage-Läden habe ich nicht besucht, es war zwar immer genial, auf Dauer aber auch langweilig, wenn man das alles so völlig passiv über sich ergehen lassen muss. Schließlich rückt der Abreisetag näher, das war es dann wohl? Nicht ganz. Landung in Prag, drei Stunden Zeit bis zur Zugabfahrt. Gepäck am Bahnhof einschließen für fast 4 Euro, mit der U-Bahn und Straßenbahn zum Showpark Holešovice, der Eintritt war glaube ich unverschämte 240 Kronen, der dafür 24 h gilt, was mir aber nichts nützt. Drei Mal hin und hermarschiert, ein Alkoholfreies an der Bar geordert, hübsche Mädels da, aber natürlich auch noch viele geschlossene Türen. Ich bleibe irgendwann bei ner kleinen sexy Schwarzhaarigen hängen, die mir schon an der Bar aufgefallen war, als sie dort mal vorbeigelaufen ist, supertoller Po und lange Haare bis zu ebenjenem. Die Nummer kostet 1500, geht laut Personal am Eingang, den ich mal ausgefragt habe, vielleicht auch günstiger, wird aber ziemlich nett und vor allem auch unhektisch. Danach bin ich immer noch geil, ich suche die restlichen Kronen zusammen, das dürften so 1100-1200 gewesen sein, auch dafür kann ich noch ne Nummer schieben, die aufgrund von Reizüberflutung ziemlich lange dauert und per Hand beendet werden muss, was trotz Öl lange nicht so geil war wie in Kiew. Am Ende beantwortet sie mir noch meine Eingangsfrage, die Haare sind nur Extensions, aber wirklich perfekt gemacht, man sieht es nicht!

    Linksammlung

    Bars
    (evtl. mit teuren Professionellen)

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    Diskos

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    Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar., Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar., Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar. (Decadence ist unter Umständen ein Teil von Arena, in der Woche tagsüber Café, Disko soll extrem teuer sein)
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    Massageläden

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    Stripclubs

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    Annoncen
    (hoher Anteil falscher Bilder!)

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    Forum

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  3. 18. Oktober 2015
    Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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    Drei Mann, die beinahe gefickt haben - ein Bericht aus Kiew und Odessa

    Als wir an unserem letzten gemeinsamen Tag in Odessa abends zusammen in der Kneipe sitzen und ein kleines Resümee über die vergangenen Tage ziehen, meinte der eine: „Hier sitzen jetzt drei Mann, die alle beinahe mal gefickt haben.“ - Ich habe ja auch wirklich mal gevögelt, aber das wissen die beiden anderen nicht. Auf der anderen Seite habe ich dafür bezahlt und so zählt es wahrscheinlich ohnehin nicht.

    Aber von vorn: Es ergab sich, dass ein guter Freund nach Odessa fliegen und dort andere Bekannte treffen wollte. Mich hat Odessa ohnehin schon länger interessiert und so schloss ich mich an. Allerdings erschien mir eine Woche Urlaub für eine so lange Reise ein wenig unlohnend und so habe ich, eingedenk der Bekannten aus Kiew, die mich doch so gerne verkuppeln wollte, noch eine Woche in der Hauptstadt verbracht. Die Bekannte hat sich leider nicht wieder gemeldet, obwohl ich sie auf zwei Wegen kontaktiert habe. So musste ich wieder auf eigene Faust ins Ungewisse losziehen.

    Als Hotel habe ich in Kiew dieses Mal das Ibis gebucht, kriegt meine Empfehlung für Frühstück, WLAN, Service, Zimmer und das Essenangebot tagsüber (Spaghetti Carbonara mit Parmesan frisch zubereitet für 99 Dinger - das sind billige Kantinenpreise). Das Ibis hat den Vorteil, gleich um die Ecke von „Tschuldigung, Oma“ und dem Caribbean zu sein. Ins Zentrum zum Kreshtschiatik und zum Maidan ist es dafür weiter. Aber ich wollte vor allem mit guten Lederschuhen, die hier notwendig sind, in denen ich dafür nicht weit laufen kann, abends in die Diskos gehen.

    Der zweite Eindruck der Stadt: Doch ganz schön übel. Die Infrastruktur verfällt und alles wird auf Verschleiß gefahren. Irgendwelche öffentlichen Baustellen habe ich überhaupt nicht gesehen, wenigstens ein wenig privaten Wohnungsneubau. Schlechte Arbeit an jeder Stelle (betrifft nicht die aktuellen Neubauten), unregelmäßig zusammengemauerte Häuser, mit grauer Farbe überpinselt, dann wieder schöne Marmorgehwege, aber plötzlich ein paar Meter herausgebrochen und notdürftig mit Beton geflickt, mittendrin noch ein paar Bruchstücke von den alten Gehwegplatten, die Dächer, ich habe dieses Mal im 15. Stockwerk gewohnt, es war nicht eins dabei, welchem ich zutrauen würde, dicht zu sein oder den nächsten Sturm zu überstehen, nur Blech, Dachpappe, Wellblechdächer... Die U-Bahn rumpelt und ruckelt und fährt offensichtlich auch nicht besonders schnell, ich habe mal gesagt, die erzeugt mehr Lärm als Vortrieb, ist natürlich auch spottbillig, selbst im Vergleich zum Durchschnittseinkommen. Die Bahnen sind dafür immer voll, selbst wenn die Züge zur Stoßzeit im Minutenabstand fahren, vor den Rolltreppen bilden sich lange Schlangen, auf den Ausfallstraßen ist auch Stau, ich weiß gar nicht, wo die alle hinwollen. Mittendrin die unvermeidlichen umweltverpestenden klapprigen alten stinkenden Minibusse, jeder Diesel-VW ist ein Umweltengel dagegen. Die Stadt war deutlich voller als im Juli. Zeitangaben im ÖPNV, von der Metro abgesehen, werden auf den Schildern in Intervallen angegeben und jene kann man offensichtlich bedenkenlos mindestens verdoppeln, der tolle Sky-Bus zum Flughafen sollte tagsüber alle 15 Minuten kommen und ich habe eine geschlagene Dreiviertelstunde bei der Kharkivska-Metro-Station an der wahrscheinlich breitesten, lautesten und dreckigsten Ausfallstraße von ganz Kiew auf das Scheissding gewartet und als er kam, war er übervoll.

    Ich habe auch mal die Außenbezirke besucht, riesige Neubauviertel, in denen es einen gruselt, wo der Beton so langsam vor sich hinbröckelt. Brücken, ich habe keine einzige gesehen, die durch den deutschen TÜV kommen würde. Kaum oder gar keine Supermärkte, dafür riesige unübersichtliche Märkte aus Hunderten kleiner Hütten und Stände, bevorzugt an Metrostationen, wo sich dann die Massen aus der Metro durch die engen Gassen wälzen.

    Praktisch alles im öffentlichen Straßenbild ist blau-gelb angemalt, ob das nun Parkbänke, Absperrungen, Geländer, Spielgerüste oder völlig verwilderte Pflanzkübel sind. Das ist ungefähr so, als ob bei uns alles rot-gelb-schwarz angemalt wäre, von CDU bis Antifa würden alle einen Herzkasper kriegen. Im Zentrum in Kiew wird für die Armee und diverse, in unserem Sprachgebrauch rechtsgerichtete Milizen wie die Asow-Brigaden gesammelt, in Odessa ist mir das nicht aufgefallen, letztes Jahr in Lviv war das allerdings noch viel penetranter.

    Bei meinem Aufenthalt geht grade ne Handgranate bei einer Demo vor dem Parlament hoch mit drei toten und über hundert verletzten Polizisten, den Tag hatte ich in den Außenbezirken verbracht und als ich am Spätnachmittag mitten im Zentrum wenige hundert Meter vom Ort des Ereignisses bei McDonalds sitze und auf dem Handy Spiegel Online aufrufe mit dieser Meldung ganz oben und ich gucke so ringsum, keinen interessierts, keiner ist beunruhigt, keiner bedrückt oder bedröppelt, der Laden ist voll und brummt und jung und alt tut das, was es immer tut...

    Die private Meinung der Einwohner in der Ukraine reicht von „In ein paar Monaten ist Russland am Ende, da passiert was, ich habe dazu genaue Informationen“ bis hin zu „Ich bete jeden Tag, dass Putin bald kommt. Unsere Politiker und unsere Administration sind einfach nur schlecht und korrupt. Denen auf der Krim geht es viel besser, für die wird jetzt alles getan (es folgen Beispiele).“

    Als Ausländer und als Tourist ist man Exot. Ich habe in Kiew nicht einmal ein ausländisches KFZ-Kennzeichen gesehen oder eine ausländische Sprache gehört - außer Rammstein aus dem Kopfhörer bei einem Typen auf der Rolltreppe vor mir. Dafür wird man durchaus freundlich begrüßt. So wollte ich mir einmal in den Außenbezirken, als ich aus einem kleinen Park kam, an einem Kiosk eine Flasche Wasser kaufen. Die Kühlschränke mit den Getränken sind aber immer verschlossen und müssen per Fernbedienung vom Personal erst freigegeben werden. In der Tür von dem kleinen Shop standen noch zwei ältere Männer, die offensichtlich schon bei dieser Prozedur mitbekommen haben, dass ich Ausländer bin. Auf russisch haben die dann zu der Verkäuferin gesagt, die soll mir das Wasser für fünf Euro verkaufen. Ohje, ich hätte so tun sollen, als ob ich nichts gehört und verstanden hätte, denn als ich kurz drauf eingegangen bin, fingen die an zu raten, wo ich herkomme: Polen, Tschechien, Slowakei? Großes Bohei, als ich mich als Deutscher zu erkennen gebe, Student? - ich widerspreche nicht, um die Diskussion nicht ausufern zu lassen, und dann die Geschichten von dem Enkelsohn der Nachbarin des Bekannten um die Ecke, der in Frankfurt arbeitet, und dann will man mit mir Brüderschaft trinken, die Kioskfrau muss Wodka in Plastebecher ausschenken, es ist noch nicht mal Mittag durch, ich bin froh, als ich entkomme...

    Insgesamt war ich vier Mal im Caribbean. Ich hatte gehört, dort kann man vielleicht Frauen kennenlernen. Nun, ich nicht. Freitag und Sonnabend ist Livemusik, Eintritt für Männer 200 Dinger und für Frauen 100, wo ist die verdammte Dieser Link ist für Dich nicht sichtbar. (Link nicht anklicken, sonst blind), wenn man die mal braucht? Bei mir war Freitags ne Band aus lauter hübschen Mädels da, die Coverversionen diverser Hits auf viel zu großen Instrumenten gespielt haben und die Sängerin ist dazu auf der Bühne wie ein Kerl umhergesprungen. Insgesamt witzig und gute Stimmung. Sonnabend das gleiche Programm, lange Wartezeit bis weit nach Mitternacht, dann kommt der gleiche Ansager auf die Bühne und macht genau die gleiche Show, Dobry Vecor, guten Abend, begrüßt mit mir auf der Bühne, ich kann euch nicht hören, DOBRRRY VECOOORRR, und dann singt ein Neger auch wieder irgendwelche Coverversionen, nicht ganz so gut wie am Vortag, kann aber auch daran liegen, dass ich dieses Phänotyps mittlerweile komplett überdrüssig bin. Sonntag ist dann für 60 Dinger normale Disko und laut Aussage der Hotelrezeption (das Hotel hat extra für mich um die Ecke angerufen, um nachzufragen) ist der Club jeden Tag geöffnet, aus der Homepage, die prinzipiell auf die Google-Translate-Version umleitet, bin ich nämlich nicht schlau geworden. Schließlich bin ich ohne große Erwartungen Dienstag noch mal hingegangen und da gabs keinen Eintritt, die Gesichtskontrolle schien mir weniger streng, aber der Laden war trotzdem voll. Zum Kennenlernen scheinen mir die Wochentage sogar besser geeignet zu sein: weniger offensichtliche Pärchen anwesend und keine reichen Onkels, die sich dort nen Tisch gemietet haben und jeweils mit drei heißen Bräuten (in Summe im gleichen Alter wie der Macker) dort sitzen. Allerdings muss man dafür tanzen können, da praktisch alle Gäste bis auf ein paar wenige Männer in ständig wechselnden Kombinationen miteinander getanzt haben, meist zu den aktuellen Hits mit lateinamerikanischem Touch, aber auch mal zu langsameren Liedern. Hübsche Frauen waren ja dabei und die Männer vielfach etliche Jahre älter, was die Frauen aber nicht gestört hat. Tja, aber tanzen kann ich nicht und schüchtern bin ich auch, also bin ich allein geblieben.

    Die Stripläden habe ich mir diesmal geschenkt, obwohl ich hätte vielleicht wenigstens einmal statt ins Caribbean ins „Tschuldigung, Oma“ hätte gehen sollen und dort in die Stripbar im Keller. Dafür war ich zwei Mal zur Massage, beide Male im Dolly. Meine Favoritin war leider nicht mehr da, auch nicht mehr auf der Homepage, dafür hatte ich jedes Mal ne andere, jeweils wirklich sehr hübsche Kirsche (beide nicht auf der Webseite aufgeführt) und es war beide Male wieder richtig gut. Beim ersten Mal dunkle lange Haare, asiatischer Touch, kein englisch, beim zweiten Mal dunkelblonde halblange Haare und einen lispelnden Sprachfehler, so dass ich sie trotz gutem Englisch nur schlecht verstehen konnte.

    Wie es aber der Zufall will, die supertolle Kirsche aus dem Dolly, bei der ich bei meinem letzten Kiewbesuch zwei Mal war, sehe ich doch an meinem letzten Tag in Kiew in der Metro wieder. Leider fuhr sie gerade die Treppe hoch und ich die Treppe runter, und ich gucke mir so aus Gewohnheit die hübschen Frauen an und auf einmal lächelt mich da eine an und winkt mir zu und erst da bemerke ich, dass ist doch genau mein Mädchen! Leider war ich nicht schlagfertig genug, ihr hinterherzurufen, sie solle doch bitte auf mich warten, und so entschwand sie ebenso schnell, wie sie gekommen war. Und von unten wieder hoch und hinterherlaufen habe ich als aussichtslos eingeschätzt bei der Länge und Fahrtdauer der Rolltreppen... Ich habe dann im Dolly die Managerin gefragt, ob sie noch Kontakt zu meiner Traumfrau haben, das wurde bejaht, und ob sie ihr nicht mein Telefonnummer geben könne. Dafür wurde folgender Prozess vorgeschlagen: Sie würde schöne Grüße sagen und fragen, ob sie meine Nummer haben will, und ich solle wiederkommen und könne dann die Nummer da lassen und dann würde sie die Nummer ihr geben. Mein Gegenvorschlag, ich lasse die Nummer gleich da und sie wird bei Interesse übergeben, stieß nicht auf Zustimmung, sondern zunehmende Verärgerung, trotz meiner Erklärung, heute Abend innerhalb der Ukraine noch abzureisen. Tja, schade auch. Ein bisschen war mir das dann peinlich vor meinem Massagegirl, welches ja noch auf mich gewartet hat, aber dann Küsschen, tschüß. Ohne dieses Zufallstreffen hätte ich sicher noch mal nen neuen Massageschuppen ausprobiert, aber so war mein zweiter Massagebesuch eben noch mal im Dolly.
     
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  4. 18. Oktober 2015
    Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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    Weiter ging es nach Odessa. Müßig zu erwähnen, dass es zwei Flieger von Kiew nach Odessa gab und ich extra den früheren, dafür etwas teureren gebucht habe, der am Ende später als der spätere, billigere Flug abhebt... Aufgrund der späten Ankunft und meiner Unerfahrenheit mit dem ÖPNV in Odessa, zu dem sich nur wenige Informationen vorab finden ließen, wollte ich mir ein Taxi nehmen. Ich hatte erwartet, dass hier in der Provinz die Verhältnisse gemäßigt sein würden. Auf dem Flughafen wird man schon von Taxifahrern erwartet, die alle eine offiziell aussehende Karte um den Hals tragen. Die ignoriere ich erstmal, bis ich mich draußen auf einen einlasse. Den frage ich, wieviel? Der führt mich zu einem kleinen, recht offiziell aussehenden Kiosk-Informationsschalter, der mit Taxi beschriftet ist. Dort sitzt ne Kirsche, die führt Listen, und die macht ne Ansage von 500 Dingern. Hey, was für ein Witz. Für 500 Dinger fahre ich aus der Mitte von Kiew nach Borispol, und hier ist es im Vergleich dazu ein Katzensprung. Das sage ich der guten Frau auch, aber die lässt nicht mit sich handeln. Andere Fluggäste schimpfen auch schon auf russisch und englisch. Ich gehe erstmal weg, aber irgendwie muss ich ja doch in die Stadt kommen. Bald spricht mich der nächste Taxifahrer an, ich frage wieder, Skolko?, wieviel? und es geht wieder zu dem Infoschalter. Der Taxifahrer fragt, die Kirsche will schon was sagen, bis sie mich wiedersieht, ich wüßte doch, wie teuer es wäre, ich sage, das ist zu viel. Ok, ich soll mit dem Taxifahrer verhandeln, das wäre dann seine Sache, wenn er mir Rabatt gibt. Wieviel würde ich denn bezahlen wollen? - Tja, da hatte ich auch keine Ahnung, und auf meine Antwort, ich würde gerne einfach einen fairen Preis bezahlen, gibts auch keine Hilfe. Schließlich schlage ich dem Fahrer 400 Dinger vor, man ist ja kein Unmensch und ich habe wirklich keine Ahnung, was nun angemessen wäre. Der Taxifahrer macht buchstäblich Luftsprünge und bedankt sich überschwänglich bei der Kiosktussi. Also war auch das noch viel zu viel. Was für eine Mafia! Einer aus unserer Gruppe hat auch den vollen Preis bezahlt, und einer, der mit Rucksack gereist ist, ist zu Fuß in die Stadt gelaufen. Achja, die Rückfahrt früh um 5:00 Uhr vom Hotel zum Flughafen hat dann 100 Dinger inkl. Trinkgeld gekostet.

    In Odessa bröckelt wirklich jedes Haus und jedes Dach bis auf einige ganz wenige Gebäude im Zentrum. Polen oder Tschechien sind der Ukraine im Vergleich Lichtjahre voraus. Hier ist die Zeit stehengeblieben. In den Straßenbahngleisen sind ungelogen mehr als 5 cm hohe Absätze und die Schienen tragen einen Wellenschliff, wie auch immer der entstanden ist. Die Bahnen fahren so langsam, man kann bequem bis zu nächsten Haltestelle nebenher joggen, ohne aus der Puste zu kommen, und über Weichen und Kreuzungen geht es mit viel Arschbackenzusammenkneifen und Daumendrücken nur in slooow mooootion. Das Ticket muss beim Aussteigen bei der Fahrerin gelöst werden und dazu darf man nur vorne aussteigen, an Haltestellen mit mehr Betrieb wird dann zuerst auch nur die vordere Tür aufgemacht, damit keiner abhauen kann, und alle Leute stellen sich im Wagen an. Da dauert es eben ein bisschen länger, das wird von den Beteiligten mit Gleichmut hingenommen. Gleichzeitig bedeutet das natürlich, dass immer nur ein einzelner Straßenbahnwaggon kommt. Nur einmal habe ich einen Zug aus zwei Waggons gesehen, dort war dann der Triebwagen leer bis auf die Fahrerin und im zweiten Waggon waren die Fahrgäste und vorne im Führerhaus noch ein Angestellter. Wahrscheinlich hatte der erste Wagen ein Türenproblem und der zweite Wagen ein Antriebsproblem. Vereinzelt fährt auch eine Schaffnerin mit, meist eine Babuschka, vor allem auf den reger genutzten Teilstrecken, und drängelt sich dann jede Haltestelle suchend nach den Neueinsteigern durch den vollen Waggon durch, da gibt es dann eine Ansage der Fahrerin, dass der Zug mit Kondukteur operiert. Auch die Haltestellen werden von der meist hübschen Fahrerin mit meist nicht unerotischer Stimme angesagt. Achja, es ist nicht alles schlecht, ich habe auch mal neue Straßenbahngleise gesehen - ungefähr 50 m lang, bei der Endhaltestelle Arkady... Die Einzelfahrt kostet zwei Dinger, das entspricht acht Cent, die Strafe für Fahren ohne Fahrschein (wie auch immer die jemanden erwischen wollen) kostet weniger als eine Einzelfahrt mit den allseits beliebten Dresdner oder Leipziger Verkehrsbetrieben. Eine Fahrt mit dem Minibus, wenn man weiß, welchen man braucht, kostet fünf Dinger, kurz vor dem Aussteigen, zusammen mit der Ansage, jetzt bitte demnächst hier oder da halten, zu bezahlen. Von weiter hinten wird das Geld samt des Stoppwunsches durchgereicht. Als Sprachunkundiger sollte man nicht Teil der Kette werden, da man die Anweisungen schwerlich weitergeben kann.

    Der Straßenverkehr ist absolut chaotisch. Beleuchtung und Nummernschilder braucht man am Auto nicht unbedingt. Rote Ampeln muss man nicht ganz ernst nehmen, man kann zumindest noch über den Fußgängerüberweg bis direkt an die kreuzende Straße heranfahren - es steht auf der anderen Straßenseite noch einmal eine Ampel in der eigenen Fahrtrichtung, oder man richtet sich nach den Fußgängersignalen, falls es welche gibt, und man kann auch schon ein paar Sekunden eher losfahren, wenn keiner mehr kommt, oder gleich ganz bei rot, besonders wenn man dem Taxifahrer ein Trinkgeld gibt und „Dawei, dawei“ anweist. Dann zählen rote Ampeln überhaupt nicht mehr. Als Maximaltempo gilt, was die Verkehrs- bzw. die Straßenverhältnisse hergeben oder auch noch ein bisschen mehr. Nachts durch die Stadt sind das mal locker 100 km/h. Anschnallen im Taxi ist verpönt, damit zeigt man mangelndes Vertrauen den Fahrkünsten des Chauffeurs gegenüber. Ich habe mich erst recht immer angeschnallt. Wenn mal ein Fußgänger nicht an einer Ampel eine Straße überquert und auf der Mitte wegen dem Gegenverkehr stehenbleibt, dann fährt der Minibus hupend und extra weit links ganz knapp am Fußgänger vorbei, obwohl rechts mehr als genug Platz wäre...

    Odessa feiert irgendwie an meinem ersten Tag gerade den zweihundertvierzigsten Geburtstag, auch wenn das so nicht aus Wikipedia hervorgeht. Da ist die ganze Stadt auf den Beinen und drängelt sich auf der berühmten Potemkinschen Treppe, vor welcher eine Bühne aufgebaut ist. Ich treffe mich dort mit meinen Leuten, bin aber noch geschafft und verabschiede mich bald wieder. Hier war dann wohl schon eine Kirsche absolut heiß auf meinen Kumpel, aber er wollte nicht, obwohl sie sehr hübsch war, wie er erwähnte... die hätte er wohl beinahe ficken können.

    Da der kleinste gemeinsame Nenner der sich zufällig zusammengefundenen Gruppe aus Urlaubern, Dauergästen und Expats darin lag, Frauen kennenzulernen, haben wir uns meist erst nachmittags irgendwo getroffen, sind abends irgendwo essen gegangen und nachts in Diskos. Das Sightseeing habe ich nebenbei mit abgehandelt. Im Stadtzentrum ist die Derybasivs'ka praktisch die Kneipenmeile und auch ein bisschen Einkaufsstraße (Fußgängerzone). Man kann da auch schon schnell mal zu dritt das Monatsgehalt eines ukrainischen Arztes fürs Abendessen ausgeben (2000 Dinger). Dafür werden einem die Fleischstücke vorher aber auch am Tisch präsentiert. Das war mir vorher aber nicht so bewusst, das hätte sonst auch nicht sein müssen. Ich dachte schon, ich werde zum Vegetarier, - ich und Vegetarier! - , geschmeckt hats aber. In der Katerynyns'ka sowie den angrenzenden Querstraßen befinden sich Bars und Kneipen, Diskos und Stripclubs. Je näher man in Richtung Potemkinsche Treppe kommt, umso edler und teurer wirken die Läden, und spätestens wenn lauter Luxuskarossen davor parken, fühle ich mich nicht mehr wohl und denke mir, das ist wohl nicht mehr die richtige Kategorie für mich.

    Wir waren wohl gleich am zweiten Tag im Captain Morgan, eine kleine Disko bzw. Bar am preiswerteren Ende der Katerynyns'ka. Wir mussten hier Eintritt bezahlen, obwohl mindestens die Hälfte der Leute ohne Eintrittsarmband an der Bar sitzt. Nicht allzuviele Leute da, aber der Junggesellinnenabschied, der irgendwann eintrudelt, hat den Abend gerettet. Der Barkeeper macht Stimmung und auf dem Tresen tanzen wechselnd immer zwei Gogo-Girls in wechselnden Outfits, immer nach Haarfarbe zusammengestellt, blond-blond, braun-braun, schwarz-schwarz (eins der Pärchen war auch m/w). Bei der Party fließt der Alkohol in Strömen und der Barkeeper klemmt sich die Gläser in die Unterhose und die Braut hat dann das Vergnügen. Eine von den Bachelorettes flirtet mit mir. Die ist zwar leider nicht die allerhübscheste, Mitte 20, geschieden, ein Kind und will nicht noch mal heiraten, aber es kommt früh um vier zum Rufnummerntausch, verbunden mit dem Versprechen, dass ich mich unbedingt am Folgetag melden soll. Der Braut gehts mittlerweile dreckig und sie verbleibt viertelstundenweise auf dem Klo und meine Kirsche als ihre beste Freundin muss sich um sie kümmern. Nach Feierabend für die Tänzerinnen quatsche ich die beiden schwarzhaarigen Gogos auch noch an, aber die sind nicht sonderlich aufgeschlossen und von nahem auch lange nicht mehr so hübsch. Als ich am nächsten Tag bei meiner blonden Partykirsche zwei Mal anrufe, geht keiner ran.

    Zum Sonntag waren wir noch mal im Captain Morgan, diesmal kein Eintritt, aber da war tote Hose, keine Gogos, nur zwei besoffene Typen, die sich alle 20 Minuten beinahe in die Wolle kriegen, aber die Security ist auf Draht. Anfang der Woche war dann wieder mehr los und mehr Stimmung und auch die Gogos tanzen wieder, aber aufgrund Übermüdung und nahender Abreise bin ich kaum noch mal drin gewesen.

    Direkt neben dem Captain Morgan ist ein Stripclub. Dort erkundigen wir uns nach den Modalitäten. Eintritt kostet 150 Dinger und ich darf dann mal gucken, ob es sich lohnt, sicher in der Hoffnung, dass wir dann bleiben und viel Geld in dem Laden lassen. Es tut sich hinterm Vorhang ein eher kleinerer Raum mit Tanzstange auf, und viel los ist grade nicht, es ist eher gar nichts los. Unsere Vermutung war erst, dass die Gogos vom Morgan eigentlich zum Stripclub gehören, aber das scheint nicht zuzutreffen. Vom Security-Chef werden die Angestellten angeschissen und zur Arbeit befohlen, aber es reicht uns auch schon. Meinen Kumpels, die draußen geblieben sind, wurde wohl noch angedeutet, dass man die Mäuse hier auch poppen kann, falls diese die Zeichen richtig gedeutet haben, aber alle weiteren Preise blieben uns unbekannt.

    Am Ende der Katerynyns'ka inmitten der schon erwähnten teuer wirkenden Diskos und Bars schauen wir auch noch mal in einen Stripclub hinein. Der Eintritt soll dort ebenfalls 150 Dinger kosten, für jeden Tanz auf der Bühne werden 50 fällig (soweit ich das richtig verstanden habe) und ein Lapdance schlägt mit 500 zu Buche. Nach kurzer Beratschlagung, wobei ich die Preise aus Kiew nicht mehr richtig im Kopf habe (dort 200 Eintritt, 400 Lapdance), finden wir das zu teuer, und die hübsche Empfangsdame schaut uns mitleidig und leicht genervt hinterher.

    Das andere Vergnügungsviertel von Odessa liegt ein paar Kilometer südlich des Stadtzentrums am Schwarzen Meer und nennt sich Arkady. Eine Taxifahrt sollte nicht mehr als 100 Dinger kosten, gegebenenfalls nicht unbedingt am Ausgang ins erste Fahrzeug einsteigen, oder die Straßenbahn Linie 5 für die schon erwähnten zwei Dinger ins Zentrum nutzen. Dort gibt es Strand, einen kostenlosen Strandbereich und abgetrennte Bereiche, in denen man sich einen Liegestuhl oder gar eine ganze Matratze für recht unverschämte 600 Dinger pro Tag mieten kann und wo am Eingang kontrolliert wird, dass man keine eigenen Getränke oder mitgebrachtes Essen mit hinein nimmt. Unklar! Dieser Strandclub heißt Ibiza, und abends ist dort Disko. Sah auch ziemlich edel aus, nicht unbedingt meine Kragenweite. Zwischen all den schönen und reichen Menschen komme ich mir ziemlich deplatziert vor. Wir haben dann kostenlos nebenan gelegen. Ein anderer dieser Strandclubs an dieser Stelle ist das Itaka, welches wir aber nicht bewusst wahrgenommen haben, mir aber im Hotel empfohlen wurde, und dann gibts entlang der Promenade und der Passage zum Eingang dort noch Restaurants und Kneipen, Rummelattraktionen, eine Achterbahn, einen Aquapark und eine Wasserfontainenshow.

    Hier haben wir bei unserem ersten Besuch ein paar Mädels kennengelernt. Wir wollten gerade gehen, da quatschen uns zwei brünette Mädels an, ob wir nicht ne Kippe für sie haben. Also haben wir dann an ein paar Biertischgarnituren von einer ganz einfachen Strandbar mit denen zusammengesessen, und da die eine nicht so das ganz große Interesse an mir zu haben schien, habe ich mich an die andere rangekuschelt. Tatjana, meine Urlaubsliebe. Leider sprach sie kein englisch, und um ihre verschütteten Deutschkenntnisse anzuwenden war sie zu schüchtern. Die beiden studieren gerade in Odessa. Einer von uns quatscht dann, als der Strand sich schon langsam leert, noch zwei blonde Mädels an, die eine war ganz schön pummelig, jedenfalls mit Erfolg. Ein Treffen wird in der Stadt vereinbart. Da wir aber mit den beiden vorherigen Mädels am Meer hängenbleiben und dann dort gleich noch essen gehen wollen, werden die blonden Mädels kurzerhand umdisponiert und ins Restaurant bestellt. Die Dicke kommt dann auch und hat sich ganz adrett gestylt, fast bin ich neidisch. Auch hier kann man wieder für ein Abendessen das Monatsgehalt eines Arztes ausgeben, ok, diesmal wars für sieben Personen und ein paar Cocktails für die Mädels waren auch dabei. Blöd, wenn sich am Ende die Rechnung auf nur zwei Leute aufteilt... Einzelrechnungen sind in der Ukraine offensichtlich völlig unüblich. Die ersten beiden Mädels entdecken dann plötzlich, nachdem sie meinen Kumpel nach unserem Alter ausgefragt haben und dieses offensichtlich deutlich über ihren Schätzungen liegt, dass ihr Wohnheim gleich zumacht und sie unbedingt vorher zu Hause sein müssen. Außerdem hat sich im Gespräch noch rausgestellt, dass sie hier, obwohl schon Mitte 20, ne Friseurlehre machen, dass heißt, für ein halbes Jahr in Odessa eine Schule besuchen, und eigentlich aus ner Kleinstadt bei Kiew sind. Nun gut, das kann man auch studieren nennen, ein kleines bisschen enttäuschend ist das dennoch. Meine Kirsche fragt mich dann noch, ob ich sie zur Bushaltestelle begleiten will, und dort knutscht sie plötzlich wild mit mir und dann scheint die letzte Marschrutka schon weg zu sein und die andere fragt, ob ich ihnen nicht ein Taxi bezahlen kann und dann kommt der Bus doch noch und meine Kirsche wird von der anderen zur Ordnung gerufen und just bevor die Türen schließen, kann sie sich von mir losreisen und in den Bus hineinspringen und ich latsche etwas verwirrt wieder in die Kneipe zurück. Dort ist das Verhältnis Männer zu Frauen mit vier zu eins mittlerweile deutlich schlechter geworden, und die Blonde meint, das wäre sehr unhöflich von den beiden anderen gewesen, uns so sitzen zu lassen, und es wäre doch kein Grund, nicht mit uns mitzugehen, weil man sich erst einen Tag kennt. Der, auf den sie von uns scharf ist, will aber gar nicht so richtig an den fetten Leckerbissen ran. Dabei hätte er sie beinahe ficken können.

    Am nächsten Tag rufe ich am Spätnachmittag die beiden brünetten Mädels an. Die wollen wieder ans Meer baden fahren, selbe Stelle. Dorthin mache ich mich auch auf. Da ich ein bisschen knapp an der Zeit bin, lasse ich mir vom Hotel ein Taxi bestellen. Kostet nur so viel wie Straßenbahnfahren in Deutschland. Als die Taxifahrerin mitbekommt, dass ich aus Deutschland komme, sucht sie im Autoradio nach Modern Talking. Da die Fenster offen sind, ist mir das ein bisschen peinlich.

    Entgegen meiner Erwartung haben sich die beiden Mädels nicht ein bisschen aufgestylt, und das bei der Konkurrenz hier. Bierchen und Käffchen für alle (für mich alkoholfrei), meine Auserwählte ist leider etwas unpässlich. Ins Wasser, während die Mädels auf meine Klamotten aufpassen, und dann geht schon die Sonne unter. Dann habe ich Lust auf die Achterbahn, zu rasant sieht die nicht aus, und ein bisschen Entertainment und Nervenkitzel für die Mädels kann auch nicht schaden. Das gibt auch großes Gekreische bei diversen Kurven, und danach noch mal in der Geisterbahn, in die die Mädels gerne wollen. So 400 Dinger dürfte ich hier springen lassen haben. Danach gehts zum Essen, wieder an die gleiche Stelle. Keine Experimente beim Essen, sonst gerne, erkläre ich. Die Rechnung bleibt im erträglichen Rahmen, auch da meine Mädels schon mit einem Cocktail zufrieden sind. Heute macht das Wohnheim noch eher zu, und nachdem wir engumschlungen zur Haltestelle spaziert sind, fängt meine Tatjana wieder mit Knutschen an, aber der Bus ist schon da. Hier fehlte wohl nicht viel, und ich hätte mit ihr ficken können.

    Die wenigen letzten Tage rufe ich bei den beiden Brünetten nicht noch mal an, denn auf jeden Tag das gleiche Programm habe ich auch keine Lust (Biertisch-Strandbar, Essen gehen, kurz knutschen), zumal die Mädels am übernächsten Tag wieder in die Schule müssen. Mir tut das ein bisschen leid, denn eigentlich habe ich nach sowas gesucht, aber ich bin irgendwie kein bisschen verliebt, und auf Wolke 4 (wie ich diesen Song sowie den ganzen Dudelfunk hasse, den ich mir zeitweilig zwangsweise anhören muss) habe ich auch keinen Bock. Ich hoffe, es gab auf der anderen Seite keine geweckten Erwartungen und Hoffnungen, die nun nicht erfüllt wurden, mir täte das sehr leid, im Gegensatz zu meinem Kumpel, der da in ähnlichem Zusammenhang meinte, er wäre doch nicht verantwortlich fürs Glück fremder Leute.

    Der andere Kumpel will mir dann was Gutes tun und empfiehlt mir in den wärmsten Tönen seine dicke Blonde. Die wäre so heiß, die wolle unbedingt ficken, ich bräuchte die bloß anrufen. Nach zwei Tagen habe ich mich überreden lassen, auch wenn ich nicht viel Hoffnung habe. Selbst wenn die geil wäre, würde sich die Frau doch eher paar neue Kerle suchen, als sich herumreichen zu lassen. So geht auch mein Anruf bei ihr in die Hose, wenigstens hat jetzt der Kumpel vermutlich Ruhe vor ihr.
     
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  5. 18. Oktober 2015
    Neuromancer

    Neuromancer Obersachse

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    Die Tage vergehen auf der Suche nach weiteren Bekanntschaften im schon erwähnten Captain Morgan, einer Kneipe auf dem Prymors'ky Boulevard direkt an der Treppe, deren Interieur überwiegend aus Europaletten besteht und wo das Publikum recht aufgeschlossen scheint außer ausgerechnet den vier Mädels aus Israel, die wir anquatschen und die jetzt angeblich bei der Polizei in Odessa arbeiten, von denen uns nur eine leiden kann und die anderen abwinken, als sie erfahren, dass wir aus Deutschland kommen, im Schkaff, einer überraschend großen und gemütlichen studentischen Kneipe in einem ausgebauten Keller hinter einer völlig unscheinbaren Holztür an der Ecke Katerynyns'ka/Hrets'ka, wo mein Stamina alle ist und ich ins Hotel abhaue, bevor der Spieleabend mit den Kellnerinnen beginnt, bis diese einen Anschiss von der Chefin fangen, weil sie eher putzen sollen als mit den Gästen zusammensitzen, oder auch Disco- und Clubbesuchen in Strandclubs wie dem eher alternativ angehauchten True Man (Motorrad- und Fahrradfahrer kriegen hier wohl freien Eintritt), wo eine Band gar fürchterliche angeblich irische Musik spielt, nach drei Liedern aber aufhört, damit ein Bartwettbewerb auf der Bühne stattfinden kann, hey, hallo, ich will knackige Mädels sehen und keine vollbärtigen Kerle, hier bin ich schnell geflüchtet (als ich später zurückkomme, höre ich, hier war dann die halbe Nacht der Strom weg) und zum Caleton-Strandclub 500 Meter weiter gegangen (danke, Handylicht), wo es sehr stylisch zugeht, die Besucher offensichtlich genügend Geld auf dem Konto haben und ich keines Blickes gewürdigt werde, immerhin ist hier die elektronische Musik sehr sehr gut. Abschiedsparty, Saisonschluss, am nächsten Tag sehe ich, wie die Strandliegen abgeholt werden und die Einrichtung abgebaut wird. An dem Tag lernen wir auch noch, dass auch die kurzhaarigen Mädchen in der Ukraine, von denen es nur wenige gibt, ganz sicher nicht lesbisch sind, wie überhaupt die Frauen hier mit ihrem Rollenbild zufrieden sind und keine von denen an Macken wie Emanzipation oder Selbstverwirklichung leidet.

    Schließlich wollte ich noch mal für Erholung und Entspannung sorgen und bin am vorletzten Tag zur Massage auf der Troits'ka 41 gleich bei meinem Hotel um die Ecke. An der Hausnummer angekommen, rufe ich an für weitere Instruktionen. Die bleiben mir aber unverständlich, und so werde ich abgeholt. Durch die Hofeinfahrt geht es gleich die erste Tür rechts rein, und hinter dem unscheinbaren Eingang erwartet mich ein riesiger gut ausgebauter Partykeller. In der Sitzgruppe warten zwei Mäuse auf mich und ein kleines ganz junges niedliches Kätzchen springt auch herum. Mit dem spiele ich erstmal, ich werde gefragt, ob ich es mitnehmen will. Dann werden mir die Konditionen erklärt. Für die üblichen 500 Dinger gibts hier ne Massage mit Happy End. Aber ich könne auch poppen nach der Massage, für 1000 Dinger. Tja, und da das nur kleines Geld ist und ich schon lange nicht mehr gefickt habe, willige ich ein. Dafür steht aber nur eine von den beiden Mädchen zur Verfügung, die andere hat gerade ihre Spezialtage. Na gut, die übriggebliebene sieht ja auch nicht schlecht aus und bevor ich noch blutig werde, wenn die andere nackt mit ihrer Pussy auf mir rumrutscht (falls dieser Programmteil nicht ebenso wie Sex ausfällt), nehme ich halt die. So hübsch wie die Girls, die auf der Straße herumlaufen oder wie die in den Massagestudios in Kiew ist sie zwar nicht, dafür lassen sich letztere auch nicht poppen. Das verlangte Geld muss ich auf den Tisch legen, worauf sie es sich einsteckt, das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich sie nun nicht direkt bezahlt, sondern das Geld gerade eben verloren habe und sie es nur gefunden hat. Um die Ecke ist ein Gewölbe zur Dusche ausgebaut, das nächste Gewölbe ist eins der Zimmer. Dort werden mir als erstes noch die Hände und die Füße desinfiziert, häh? Die Massage fällt äußerst kurz aus, dann rutscht sie schon nackt auf mir herum. Das freilich ist sehr angenehm und setzt sich fort, als ich mich umdrehen darf. Die Fahnenstange steht steil empor. Ob ich bereit bin? Ja klar. Nun wird gepoppt zuerst im Reiter und dann in Missionar. War gut, aber insgesamt war die Veranstaltung doch recht kurz. Danach runter mit dem Gummi, und nun wird auch der Pimmel noch mal desinfiziert, natürlich gehe ich dann auch noch unter die Dusche. Ich versuche noch den Laden etwas auszuforschen, um die fünf Mädchen arbeiten hier jeden Tag, sind aber auch häufig in Hotels oder so. Nach ner Dreiviertelstunde stehe ich frisch geduscht wieder auf der Straße, wobei mir auf der Treppe noch eine sehr hübsche Kirsche entgegenkommt. Letzten Endes habe ich es dann am allerletzten Tag nicht noch mal in dieses oder ein anderes Massagestudio geschafft, so dass der Urlaub ohne weitere Ereignisse zu Ende geht. Auch beim Wechsel von Flugzeug zu Zug in Prag wird diesmal kein Geld verschleudert.

    (c) Neuromancer 2015
     
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