Relax-Insel Düsseldorf

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    Dies gilt für AO, FO und FT, da auch franz. nur mit Kondom durchgeführt werden darf.

    Daher werden solche Berichte editiert oder ganz aus dem Forum entfernt!

    Da wir davon ausgehen, dass wir es nur mit gesetzestreuen Prostitutionsgästen zu tun haben, kann zukünftig auf die explizite Erwähnung des Kondomeinsatzes verzichtet werden.

    Auch Fragen, ob etwas ohne Kondom geboten wurde, sind obsolet! Darauf kann es eh nur die Antwort NEIN geben!

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Best off Hinter dem Horizont: FKK Europa Leipzig

Dieses Thema im Forum "Best of" wurde erstellt von 61209131, 20. September 2014.

  1. 20. September 2014
    61209131

    61209131 Sachse

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    *** Entscheidungen ***​

    Zwei Läden in der Stadt. Ich kenne keinen der beiden. Entscheiden muss ich mich trotzdem. Entscheidungshilfe bietet das Telefon, wozu hab ich Flatrate?

    ... tuuuut - tuuut ...

    " FKK Europa, hallo?"
    "Sach mal: wieviel Frauen sind heute bei Euch am Start?"
    "Wir haben immer viel Frauen. Heute sind es zehn, da ist für jeden Geschmack etwas dabei."
    "Ah, Danke. Bis gleich!"

    Hm. Wenn man das Artemis gewöhnt ist und bei hundert Frauen schon meint, es wäre eher wenig Betrieb, dann sind zehn ja... nichts :D. Mal sehen, was der andere Laden bietet.

    ... tuuuut - tuuut ...

    "FKK Leipzig, Guten Tag."
    "Sach mal: wieviel Frauen sind heute bei Euch am Start?"
    "Was ist denn das... ich zähl die doch nicht! Was weiß ich, zwanzig oder mehr."
    "Ah, Danke. Bis gleich!"

    Hm. Zwanzig sind mehr als zehn. Einerseits. Andererseits erinnert mich der hessische Dialekt meiner Gesprächspartnerin am Telefon allzu deutlich an die Verbandelung des FKK Leipzig mit der FKK World in Pohlheim. Selbige, das muss man wissen, unterliegt meinem persönlichen Boykott.

    Was solls...

    Im Extremfall verbrenn ich halt 50 Euro Eintritt. Fast nichts, im Artemis drücke ich 80 Euro ab und zucke nicht mit der Wimper. Aber so schlimm wird es schon nicht kommen.


    *** Eindrücke ***​

    Gegen halb acht schlendere ich fröhlich pfeifend über die Essener Straße. Freundlicherweise liegt ein Aldi am Weg, da schau ich fix noch rein und nehm zwei Laugenbrezeln mit... wer weiß, was es so zu essen gibt.

    Ein paar Minuten später steh ich vor der Eingangspforte. Der Laden liegt ein wenig versteckt, der örtliche Rennoh-Händler bietet Sichtschutz von der Zschortauer Straße aus. Ich tippe auf tote Hose im Puff: Ganze zwei Autos auf dem Parkplatz...

    ... ding-dong ...

    Die Tür springt auf, es geht ein paar Stufen nach oben, eine augenscheinlich
    splitterfasernackte Mulattin lugt um die Ecke.
    "Du bist neu hier?"

    Ich hab kein Problem damit, an dieser Stelle zu nicken. Ich versuch den Damen im Artemis ja auch immer zu verklickern, dass ich zum ersten Mal im Laden wäre.

    Christina, so der Name der schmucken Mulattin, erklärt mir erst mal die Basics, ich hör gelangweilt zu und mime höchste Aufmerksamkeit. Dann soll ich würfeln, immer mittwochs hätte man die Chance, mit einem Sechserpasch den Eintrittsobolus zu halbieren. Ich hab eh nie Glück...

    ... schargel-schargel-polter ...

    ... und eine Drei und eine Fünf sind nun wirklich alles andere als ein Sechserpasch, also fliegt der bereitgehaltene Fuffi auf den Tresen.

    Ich bekomme ein Bändchen und einen Schlüssel, dann zeigt mir Christina die Umkleide im Untergeschoß. Umziehen soll ich mich und duschen, und dann würde sie mir den Rest vom Laden zeigen. Gute Idee, so machen wir das.

    Ich lobe mir die kleinen Puffs... im Artemis käme nie einer auf die Idee, einem Erstie den Laden zu zeigen

    Ich hab eine gerade Schlüsselnummer erwischt, und das bedeutet: Spind unten. Da hätte die Püppi an der Rezi ruhig kurz das Gehirn einschalten können, es ist ja nicht so, dass hier der Bär steppen würde und Spinde knapp wären. Ich überlege kurz, ob ich eine ungerade Schlüsselbummer erbetteln soll, lass es dann aber letzten Endes bleiben. Unnütz Aufsehen tut nicht not.

    Christina wartet schon auf mich. Es gibt vier reguläre Verrichtungszimmer, dazu eines für Whirlpoolspielchen... gegen Aufpreis. Dann noch ein sogenanntes dunkles Zimmer, hier kann, wer will, seiner SM-Neigung nachgehen. Unten Dusche, Sauna, Dampfbad, eine Ruhezone und noch eine Bar. Die ist gerade außer Betrieb - Renovierungsarbeiten. In einem kleinen Verschlag eine halbe Treppe höher ist das Büffet aufgebaut, essen kann man draußen direkt vor der Tür oder wiederum eine Treppe höher auf der Terrasse. Ein kleines Außengelände gibt es, einen Pool, ein paar Liegen, ein Grill, bisschen Wiese. Direkt vor dem blickdichten Zaun tobt der Schienenverkehr... das kenn ich doch von irgendwoher?

    Erst mal lass ich mir am Tresen ein Wasser geben - auch das macht Christina - und verhole mich nach unten, ich hab nämlich Hunger, und das Zeitfenster fürs Abendessen schließt sich um neun. Ich brauch dringend was in den Magen...

    Bockwurst mit Kartoffelsalat gibt es und Rouladen samt Kleeßen... richtig, ich bin hier im sächsisch-thüringischen Kulturraum. Frisches Obst Fehlanzeige, statt dessen Obstsalat in einer Schüssel. Okay...

    Der Kartoffelsalat ist mir suspekt, ich belasse es also bei Bowu. Selbige verleibe ich mir draußen ein. Aus dem Brüllwürfel tröpfelt Radio Leipzig in ohrenfreundlicher Lautstärke, unter dem Dachüberstand sitze ich gut vor dem Nieselregen geschützt... ich komm langsam an, ich fange an, mich wohlzufühlen.


    *** In der Bar ***​

    "Kann ich einen Milchkaffee haben?"
    "Öhm... Du kannst Dir doch Milch in Deinen Kaffee tun!"

    Gut. Dann stürze ich mich halt mit einer frisch aus der Thermoskanne gezapften Tasse Kaffee - ohne Milch - ins Getümmel. Getümmel? Drei Frauen an der Bar, drei Frauen auf dem Sofas verteilt. Kollegen Fehlanzeige. Ich suche mir ein freies Sofa. Mal sehen, was passiert...

    In meinem Blickfeld zwei Blondinen, auf die Entfernung mit annehmbarer Figur. Rumäninnen, jede Wette, das Kauderwelsch der beiden ist mit Sicherheit Rumänisch. Die beiden scannen in meine Richtung, ich reagiere erst mal nicht. Erst einmal brauch ich einen Überblick über das spaltbare Material.

    In einer anderen Ecke eine Dunkelhaarige mit großen Hängetitten. Geht gar nicht.

    Dann das Abziehbild einer deutschen Hure. Silikontitten, etwas stark gebräunte Haut zwischen den Tattoos, einen Kollegen an der Hand, offenbar frisch vom Zimmer. Ah, ein Kollege! Und: nein, auch sie kommt nicht in Frage.

    Am Tresen die Mulattin Christina, die mich irgendwie an Tracey aus dem Artemis erinnert. Könnte ich mir vorstellen.

    Eine weitere Kollegin, weich gepolstert, ebenfalls am Tresen sitzend. Nein, eher nicht.

    Immerhin, drei Mädels hab ich auf der Liste. Hätte schlimmer kommen können.

    Drei? Nein, vier. Ein edles Geschöpf legt sich auf dem Sofa neben mir ab... dann war das wohl ihr Handtuch: mittellange, schwarze Haare, ein ausdrucksvolles, etwas spitzes Gesicht, schöne große dunkle Augen, kleine Tittchen mit sehr dunklen, kleinen Warzen mit kräftigen Nippeln obendrauf... vermutlich Mitte Zwanzig und schon Mutterfreuden... aber egal. Die wirds. Nein, die wirds nicht. Jedenfalls nicht jetzt. Sie hat nämlich einen Gast im Schlepptau. Hey, noch ein Gast! Mindestens drei Männer gleichzeitig im Puff! Die beiden machen Vorgespräch, ich frag höflicherweise, ob ich mich verdrücken soll, die Kleine winkt ab. Gut, dann bleib ich sitzen.

    Eine der beiden Blondinen hat sich zwischenzeitlich angeschlichen und auf einem Hocker nahebei drapiert. Sie macht Show, fummelt sich angelegentlich, von dezentem Stöhnen untermalt, im Schritt. Adressat der Show bin ich, logisch, wer sonst? Ihren Versuch, Blickkontakt herzustellen, blocke ich ab... aber natürlich bekommt sie mit, dass ich immer wieder hinschaue. Hm. Naja. Ich wollte sowieso aufs Klo. Und bei der Gelegenheit könnte ich ja mal Mailcheck machen.

    Blondie schaut interessiert, als ich aufstehe. Nein, Schnucki, Du bist nicht dran...

    Aber vielleicht Deine Kollegin. Die, die sich gerade in die Sauna verzogen hat, vermutlich ist ihr kalt. Ich winke ihr zu, sie winkt zurück, ahnt das Geschäft und kommt flugs heraus...
     
    Dario und Neuromancer gefällt das.
  2. 21. September 2014
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    61209131 Sachse

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    Ich kanns ja auf zehn Teile strecken, wenns gewünscht wird :D. Meine Memoiren werden das sicher nicht... Ich nehm aber Vorbestellungen an :).

    Also. Weiter im Text.


    *** Samantha ***​

    "Was machst Du denn in der Sauna?"

    Mir ist klar, dass sie sich schlicht aufwärmen will. Irgendeinen Gesprächsöffner brauch ich aber.
    "Mir ist so kalt..."

    Sie streicht mit der Hand über meine Wampe, herrlich warm fühlt sich das an. Logisch, sie kommt ja gerade aus um die 90 Grad warmer Luft.
    "Dir ist nicht kalt, Du bist schön warm."

    Ich leg die Hand um ihre Hüfte, auch das fasst sich gut an.
    "Jetzt schon. Ich komm ja aus der Sauna."

    So steht sie vor mir, vielleicht 1,55m groß, dunkle Haare, Zigeunergesicht. Ob ich mich mit ihr unterhalten will, fragt sie. Und ob wir das nicht gleich im Pornokino nebenan erledigen könnten. Wenn man sich denn tatsächlich näherkäme, könnte man dann ja in ein Zimmer wechseln...
    ... oder gleich im Kino zur Tat schreiten, ergänze ich für mich. Mich kennt hier ja keiner, eine Nummer im Kino könnte ich mir mit ihr schon vorstellen.

    Sie ist nicht wirklich schön oder auch nur hübsch, aber sie hat irgendwas. Irgendwas, was mich anspricht. Samantha, die kleine Zigneuerin.
    "Du kommst aus Rumänien?"
    "Nein, aus Spanien!"

    Sie schaut ehrlich entrüstet... das hat sie vermutlich schon ein paar Jahre lang geübt, angeblich schafft sie schon vier Jahre im Europa an. Trotzdem ist sie nie und nimmer Spanierin, die sprechen anders Deutsch. Samantha spricht so Deutsch, wie Rumäninnen nun mal Deutsch sprechen. Und das nicht einmal schlecht.

    Wir plappern ein bisschen, meine anfängliche Begeisterung weicht. Der Kopf gewinnt die Oberhand über den Schwanz...
    "Ich küsse nicht..."

    erklärt sie mir. Und:
    "Ich mache nichts ohne Gummi."

    Auch ich ficke nicht ohne Gummi im Puff. Nie. Kein Problem. Sie legt noch mal nach.
    "Nichts ohne Gummi!"

    Oha. Gut, dass ich genau hingehört habe.
    "Französisch auch nur mit Gummi?"

    Sie bestätigt: Genau so. Oha. Gut, dass der Kopf wieder klar ist. So wird das nichts mit uns. Ich hab mit ihr abgeschlossen, aber sie bekommt das nicht mit und preist ihr Französisch an. Sie würde ja nicht vier Jahre hier ficken, wenn ihr Französisch schlecht wäre. Und ich würde gar nicht merken, dass sie mir einen Gummi angezogen hätte...

    Oh doch. Das merke ich. Sorry, Samantha.

    So wird das nichts mit uns. Auch wenn sie mehrfach betont, dass ich was verpassen würde...


    *** In der Bar 2 ***​

    Noch ein Schälchen Heeßen? Besser nicht… Ich lasse mir ein Wasser geben und beziehe meinen alten Platz wieder. Das Schnuckelchen ist mittlerweile verschwunden, bemerke ich leicht neidisch... vielleicht sollte ich schlicht warten, bis sie wieder frei ist?

    Andererseits... das Handtuch von Blondie liegt immer noch auf dem Hocker nahebei und richtig, kaum hab ich mich hingefläzt, kommt sie auch schon angeschlappt und macht mit ihrer Show weiter.

    Okay, wenn es denn sein soll...

    Ich hör auf, sie zu ignorieren und schau sie mir genauer an. Sie geht gerade noch so als schlank durch, ist vermutlich aber nicht trainiert, sondern zehrt noch von ihrem jugendlichen Alter. Die Brüste echt, kein Zweifel... und sie hat ein wirklich schönes Gesicht.

    Unterhaltung auf die Entfernung ist nicht so das Wahre, obwohl die Lautstärke von Antenne Bayern durchaus als erträglich zu bezeichnen ist.
    "Darf ich zu Dir kommen"?

    Gern. Und ein paar Minuten später:
    "Bist Du ein Gentleman?"
    "Kommt drauf an..."
    "Hast Du Lust auf Urlaub mit mir? Ich zahl die Reise, und Du zahlst das Zimmer?"

    Den Spruch kannte ich noch nicht. Auf zum Kurzurlaub... unseren Urlaubsort erreichen wir zu Fuß.


    *** Rebecca ***​

    Ich entschuldige mich in die Dusche, dann hole ich sie ab. Sie parkt mich in einem der Zimmer und entschuldigt sich ihrerseits. Ich schau mir die Butze in der Zwischenzeit an: klein, gerade mal, dass am Fußende des Bettes vielleicht 30cm Platz bleiben, um die Bettseite zu wechseln...

    Ich leg mich schon mal auf die Lotterwiese und schau mich im Deckenspiegel an. Doch, meine Vorfreude ist deutlich sichtbar. Trotz Handtuch um die verfettete Hüfte…
    "Hey, komm!"

    Ah, sie ist wieder da. Das ging ja fix. Kurzer Kontrollblick auf das Zeiteisen...
    "Komm, ich hab ein schöneres Zimmer für uns."

    Wenn ich ehrlich bin: Ich halte das für einen Trick von ihr, um Zeit zu schinden. Im Gespräch war sie zwar professionell freundlich, aber Liebe auf den ersten Blick ist das nicht zwischen uns.
    "Komm!"

    Ich mach gute Miene zum bösen... Nein, das ist kein böses Spiel. Das Zimmer ist nicht einfach schön. Es ist geil.

    Das Zimmer ist groß. Das Bett ist groß. Im Zimmer steht noch eine Couch, und vor der Couch hängt eine Liebesschaukel. Drei Wände verspiegelt, und die Zimmerdecke auch...

    Sie ist ohnehin nackt, und sie macht mich nackig, drängt sich an mich. Ich weiß gar nicht, in welchen Spiegel ich zuerst schauen soll.

    Sie löst sich schnell von mir, ich bin enttäuscht, bemerke dann aber, dass sie nur den Vorhang schließt... eine Tür hat das Zimmer nicht. Optisch ist das Clubleben ausgeblendet, akustisch aber nicht... und so wird meine Zeit mit ihr wie ein Traum von einem Nachmittagsfick im Zelt auf einem Zeltplatz irgendwo, währenddessen die Leute vom Nachbarzelt draußen Kaffee trinken und Radio hören...

    Rebecca kommt wieder zu mir und will mich aufs Bett drücken.
    "Schsch...."

    Ich befummel sie, ich bezärtel sie, ich presse meine Latte gegen ihre weiche, warme Haut. Schon jetzt, im Stehen, finde ich ihren Gänsehautanschalter. Und das Schöne ist: sie wehrt sich nicht.

    Ich hab die Richtige gewählt.

    Rebecca ist kein heuriger Hase im Geschäft, unter anderem will sie ein paar Wochen bei VK angeschafft haben. Sie ist Profi im positiven Sinne, stellt sich schnell auf mich und meine Wünsche ein. Sie findet in der Interaktion die richtige Balance zwischen einfachen Zärtlichkeiten und geilem Petting. Sie erkennt den richtigen Zeitpunkt für das Französisch. Ich muss sie lediglich ein einziges Mal bremsen. Nach kurzem Französisch will sie nämlich gummieren, vermutlich mit Blick auf die Uhr. Sie hat die Verpackung schon aufgerissen...
    "Rebecca, wir haben Zeit... Wenn Du magst, gern eine Stunde."
    "Das ist kein Problem."

    ... und legt sie flugs beiseite.

    Immer wieder bewundere ich das Bild, was unsere Körper im Deckenspiegel bieten. Allein dieses Bild würde dafür sorgen, dass die Erektion nicht vergeht. Ihre Finger, ihre Zunge, ihre Lippen tun ein übriges.

    Sie taut zusehends auf. Sie lässt viel Nähe zu. In den Momenten, in denen ich ihren Kopf in den Händen hab, unsere Stirnen aufeinanderliegen, unsere Nasenspitzen sich berühren, verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Illusion. Es fühlt sich gut an. Es fühlt sich sehr gut an.

    Von mir aus könnte das endlos so weitergehen. Sie wird offenbar nicht müde, zu nehmen und zu geben. So etwas erleb ich nur mit wenigen Frauen. Und trotzdem...

    Eigentlich bin ich ja zum Ficken hergekommen.

    Ich nutze den Moment, als sie wieder Französisch macht. Ihr Französisch ist, rein technisch betrachtet, nichts Besonderes. Aber es wirkt durch den Gesamtkontext, in dem es jetzt und hier steht. Es wirkt in diesem Meer von Zärtlichkeit und Erotik, in dem wir beide schwimmen.
    "Machst Du den Gummi drauf, bitte?"

    Sie fickt mich im Cowgirl, weit vornüberbeugt, sie fickt mich im Reverse Cowgirl, wiederum weit vornübergebeugt. Sie fickt mich in der Missi, die Schenkel aufgerissen, die Beine weit nach oben geworfen. Sie will es beschleunigen, trickst mit der Hand, ich grinse sie an, sie grinst zurück... und lässt die Hand verschwinden. Im Doggy bringe ich es zu Ende...
    "Du hast gefickt wie ein Uhrmacher."
    "Häh?"
    "Unsere Zeit ist auf die Minute um!"

    Sie gibt mir noch ein paar Minuten, um wieder wenigstens ein bisschen herunterzukommen, doch sie lässt langsam Licht in das durch den Illusionsvorhang verdunkelte Zimmer.

    Dennoch: Danke, Rebecca!

    Diese Stunde mit Dir war mehr, als ich von diesem Abend überhaupt erwartet habe. Eigentlich könnte ich mich jetzt auf die Socken machen…
     
  3. 26. September 2014
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    61209131 Sachse

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    Nur Geduld... ich hab grad bisschen viel gleichzeitig zu tun :D - Also. Weiter im Text


    *** Draußen ***

    Ich könnte… aber warum? Eine zweite Nummer ist auf jeden Fall noch drin. Üblicherweise leg ich mich mindestens nach der ersten Nummer des Abends in die Sauna, und genau so mache ich das hier auch. Ich schwitze vor mich hin, die Sauna ist schön heiß und gut gepflegt, und lasse die Nummer, die wirklich schöne, geile Nummer mit Rebecca ausklingen.

    Doch. Noch einmal beglückwünsche ich mich zu meiner Entscheidung: Da hab ich mal wieder einen Glücksgriff getan.

    Die Bockwurst vorhin samt dem Scheibchen Toast hat nicht wirklich gesättigt. Ich merke, wie der Hunger in mir bohrt. Hm... der Freßtresen fast leergefuttert, es ist aber schon bei zehn, Essen gibt es nur bis neun, beklagen kann ich mich also nicht. Ich erinnere mich an die Laugenbrezeln...
    Irgendwie passt‘s. Ich suche mir draußen unter dem Dach ein trockenes Plätzchen, futtere meine Laugenbrezeln, trinke etwas und spiel mir eins mit dem Handy. Die Hausdame - ich nenne Evi, die Tresenpüppi, mal so - kommt längs und schaut, was ich so treibe... am Handy stört sie sich nicht. Angenehm anders als diese Handy-Hysterie in manchen Clubs.

    Ich halte es eine ganze Weile aus da draußen... drinnen verpasse ich nichts, da hab ich keinen Zweifel. Allerdings heizt der Saunagang nicht ewig nach, mich fröstelt irgendwann.

    Nochmal Sauna... oder tatsächlich nochmal ins Getümmel? Oder doch Abflug?
    Hm. Rebecca hat die Meßlatte ziemlich hoch gehängt. Keine Ahnung, ob eine ihrer Kolleginnen da noch drüber springen kann...


    *** Mandy ***​

    Ich lümmel mich auf den gleichen Platz wie vorhin, und keine zwei Minuten später hab ich Gesellschaft.
    "Wo warst Du die ganze Zeit? Ich hab gedacht, Du bist gegangen?"
    "Ich? Kennen wir uns?"
    "Ja."

    Langsam blubbert der Seifensieder. Das kann nur... dieses edle Geschöpf von vorhin. Na klar!
    "Du hast hier vorhin mit Deinem Gast gesessen? Da hattest Du aber so ein Netzteil an, oder?"
    "Ja."
    "Ziehst Du es noch einmal an? Für mich?"

    Netzteil ist eigentlich übertrieben. Die Maschen dieses Netzes sind dermaßen groß… drei oder vier reichen, um eine Seite ihres Körpers zu bedecken. Die Stricke, die die Maschen bilden, kommen direkt neben ihrer Brustwarze zu liegen und betonen ihre wunderschönen kräftigen dunklen Nippel auf das Entzückendste. Ich bin hin und weg. Sie legt ihre Beine über meine, ganz ungezwungen, mehr Körperkontakt sucht sie nicht. Das Gespräch plätschert vor sich hin, vielleicht quatscht sie einfach nur gegen die gepflegte Langeweile an. Irgendwann, lass eine halbe Stunde vergangen sein, bekommt sie dann doch die Kurve.

    Sie küsst nicht auf Zimmer. Und für 50 Euro geht sie nicht das Risiko, ohne Gummi zu blasen. Völlig korrekt, sie ist da vorgebildet, zählt sie ein paar der Nettigkeiten auf, die man sich beim FO so aufsammeln kann.

    Hm. Ich schau sie an.
    „Das ist schade.“
    „Das hab ich mir gedacht.“
    „Ich hab keine Chance, Dich zu überreden?“

    Nein, hab ich nicht. Ich überleg kurz, ob sie mich einfach nur abziehen will und ein extra Extra kassieren möchte. Doch damit lieg ich wohl falsch.
    „Du musst für Dein Geld arbeiten wie ich auch. Es ist Deine Entscheidung.“

    Ich entscheide mich gegen sie. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht. Sie nimmt mir das erstaunlicherweise absolut nicht übel. Sie geht, und beim Gehen streicht sie mir noch sanft über den Kopf.

    Sie sollte diesen Job nicht machen. Sie ist zu gut für dieses Business.


    *** Rebecca 2 ***​

    Mandy ist… sie geht selbst mit Anstand und Würde aus dieser mißglückten Anbahnung heraus, und sie gibt mir die Chance, gleiches zu tun.

    Ich bleib noch eine Weile sitzen. Mir ist nicht klar, ob sie vielleicht nicht doch zurückkommt: Ihr Handtuch liegt noch da, und ihre Tasche auch. Erst nach ein paar Minuten stehe ich selber auf, latsche nach unten, krame sinnfrei im Spind herum und geh wieder nach oben. Rebecca hockt mit ihrer rumänischen Kollegin auf ihrem Stammplatz, und ich entscheide mich spontan. Rebecca zum Zweiten.

    Ich geh zu ihr, lümmel mich auf die Couch.
    "Immer noch da?"

    Sicher. Und ich will nochmal mit Dir auf Zimmer. Ist ihr völlig klar... doch erst einmal versucht sie ein Upsell.
    "Schau mal: Zwei hübsche Frauen für Dich."

    Zum ersten Mal schau ich mir ihre Kollegin näher an, und tatsächlich. Auch die muss sich keinesfalls verstecken. Nun mach ich grundsätzlich keine Dreier, gehe also auch nicht auf diesen Vorschlag ein, und die Kollegin von Rebecca ist sensibel genug, sich nach wenigen Minuten zu verdrücken.
    Ein bisschen palavere ich noch mit Rebecca, dann Business as usual, sozusagen. Ich geh duschen, hol sie ab, sie sucht ein Zimmer aus. Das große Zimmer scheint besetzt zu sein, wir landen in einem Zimmer, das ich für mich das Afrika-Zimmer nenne. Das Bett mit einem Laken im Tigerlook bezogen, an der Wand ein paar Bambusstangen mit bisschen Plastikgrün.

    Nun denn.

    Das gleiche Spiel von vorn. Obwohl... das gleiche Spiel ist es dann doch nicht. Ich weiß jetzt, wie sie funktioniert, sie weiß jetzt, wie ich funktioniere. Es ist irgendwie komplett entspannt und gelöst. Wir reden etwas bei der trägen Zärtelei, mit der wir beginnen.

    Irgendwie kommen wir auf Sprachen, sie hat ihr überraschend gutes Deutsch zum Glück nicht im Puff gelernt. Ich plapper aus, dass ich ein paar Brocken Polnisch kann, nenne sie meine Hexe, moja czarownica.
    "Wo hast Du Polnisch gelernt?"
    "Im Puff, wo sonst?"

    Wenigstens dieses Wort jedenfalls. Ich hab es von Blondynka...
    "Czarownica?"
    "Ja. Czarownica."
    "Okay."

    Blondynka ist mir immer noch sehr präsent, aber weit weg und kämmt ihre eigenen Katzen. Ich bin hier, in Leipzig, bei Rebecca. Rebecca ist jetzt meine Hexe...

    Als würden wir schon Jahre miteinander ficken, steigern wir die Intensität der Zärtlichkeiten, gehen zum Französisch über, sie passt den richtigen Moment für das Gummi ab und reitet mit mir auf dem langen, geilen, schönen Weg in den Sonnenuntergang. Der Weg ist lang, ohnehin, und sie nimmt Umwege auf Pfaden, die nur sie bei unserem Ausritt sieht. Und dann, vermutlich passgenau zur Minute neunundfünfzigeinhalb, schubst sie mich endlich über die Klippe.

    Sie drängt nicht auf Aufbruch, sie hat eh gleich Feierabend. Ich liege auf dem Rücken, strecke meinen Arm auf dem Bett aus. Und als würden schon Jahre miteinander ficken, kommt sie zu mir, legt sich zu mir, kuschelt sich an... ich halte sie in meinen Armen und genieße diese letzten Minuten mit ihr.
    Die Umwelt dringt wieder in mein Bewusstsein. Musik tröpfelt an unsere Ohren. Antenne Bayern, dieses unsägliche Lied: "Ein Hoch auf uns..."
    Ich hasse dieses Lied. Ich hasse es wie die Pest.

    Rebecca setzt ein:
    "Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben.
    Auf den Moment, der immer bleibt."


    Da kann ich nur den Kopf schütteln. Sie lacht.
    "Ich hasse dieses Lied. Aber ich höre das jeden Tag dreimal."

    Da haben sich ja noch einmal zwei gefunden. Topf und Deckel. Und den Moment, die Zeit mir ihr, werd ich in Erinnerung behalten. Ein Moment, der bleibt.


    *** Czarownica ***​

    Ich bezahl sie, sie zieht ab, ich hüpfe fix unter die Dusche, mache mich dann abmarschfertig. Oben in der Bar gepflegte Langeweile, ich bin vermutlich der letzte Gast im Puff. Nicht schlecht.

    Der Tresen unbesetzt, von Evi keine Spur, statt dessen kommt Rebecca herangeeilt.
    "Warte... welche Nummer hattest Du?"

    Sie schnippelt das blaue Bändchen durch, das ich beim Check-In bekommen hab, nimmt mir den Schlüssel ab, schaut im Rechner nach. Nein, ich hab nichts auf dem Deckel.
    "Rufst Du mir ein Taxi?"

    Macht sie nicht, aber sie sucht Evi, die macht das. Einen Moment muss ich warten, Rebecca bietet mir noch ein Wasser an, wir machen bissel Smalltalk. Dann klingelt es. Ich will aufstehen.
    "Nein, das ist noch nicht Dein Taxi."
    "Okay..."
    "Wie hiess das Wort?"
    "Welches Wort... Czarownica?"

    Sie nickt, flitzt zur Tür, öffnet , und begrüsst die offenbar ankommende Kollegin lautstark...
    "Czarownica...!!!"

    Mein Taxi kommt vielleicht zwei Minuten später, eine weitere Viertelstunde später bin ich am Hotel.
    "Bist Du öfter im Europa?"

    fragt der Taxifahrer.

    Nein, öfter nicht. Aber wenn ich mal wieder in der Gegend sein sollte, könnte es gut sein, dass ich im FKK und Saunaclub Europa nach dem Rechten sehe. Und Rebecca...

    Die weiß: wenn sie Sehnsucht nach mir hat, soll sie mich im Artemis suchen... :D
     
  4. 28. September 2014
    61209131

    61209131 Sachse

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    *** Vor dem Gewitter ***

    Ich weiß nicht, ob Rebecca mich im Artemis gesucht hat. Vermutlich nicht. Und sie wäre auch kaum fündig geworden: mich zieht im Moment nichts ans Westkreuz.

    Es traf sich gut, dass an diesem Wochenende das FKK Europa quasi am Weg zurück aufs heimische Gehöft lag. Okay, auch das Artemis hätte am Weg gelegen, aber schon wegen der Messe mochte ich dort nicht ficken gehen: Artemis zu Messezeiten ist nicht wirklich ein Vergnügen.

    In Leipzig scheint an diesem Wochenende der Sommer noch nicht vorüber. Es ist warm, das mögen noch einmal knapp an die dreißig Grad sein, auf die die Sonne die Luft in der Leipziger Tieflandsbucht geheizt hat.

    Ich bin zwei Stunden später dran, als ich eigentlich wollte. Samstags, so die Überlegung, dürfte wie landauf, landab üblich, im Puff der Bär steppen. Deswegen wollte ich schon am frühen Nachmittag einchecken, zwei Nummern schieben und mich dann am frühen Abend auf den Weg aufs heimische Gehöft machen. Und wenn’s denn irgendwie ginge, vor der Gewitterfront, die meine Wetter-App angekündigt hatte, einmal quer von West nach Ost über Neufünfland ziehend.

    Die Einfahrt zum FKK Europa verpasse ich beim ersten Anlauf, zu unauffällig ist der schmale Weg. Ich düse glatt vorbei, obwohl ich doch schon mal hier war. Beim zweiten Anlauf erwische ich die Einfahrt. Der Parkplatz liegt unter nachmittäglicher Sonne, der Himmel leicht verschleiert: Großstadtsmog? Vorboten der Gewitterfront?

    Christina macht mir auf. Die schnucklige Mulattin hat wohl immerzu Türdienst. Ich komm aus der prallen Sonne, sie steht im puffigen Dämmerlicht, ich seh fast nichts außer ihren Zähnen und ihren Augen. Krass.
    „Sie waren schon einmal bei uns?“
    „Ja.“
    „Dann macht das fünfzig Euro bitte.“

    Ich bekomm Bändchen und Schlüssel, freundlicherweise einen mit ungerader Nummer. Glücklicherweise erinnere ich mich, dass ich zur Umkleide die Treppe hinunterstiefeln muss… doch, ich gehe hier als Auskenner durch :D. Ich pell mich aus, ein Kollege pellt sich an, ein weiterer Gast kommt mit gleich zwei Teilzeitgeliebten angestiefelt und löhnt seinen Obolus… da hat er sich wohl einen flotten Dreier gegönnt. Immerhin, ganz allein bin ich hier heute nicht. Vielleicht steppt ja doch der Bär.

    Naja. Wenn er denn steppt, tut er das nicht in der Bar. Ein paar wenige Frauen verlieren sich hier, an sechs erinnere ich mich, dazu ein einziger Gast: ich. Ich lass mir Kaffee geben und ein Wasser, der Kaffee immer noch aus der Thermoskanne, das Wasser immer noch frisch aus dem Kühlschrank. Ein paar belegte Brötchen gibt’s, das sind vermutlich die auf der Homepage angepriesenen herzhaften Snacks. Mir kommt das gerade recht, ich hatte keine Zeit für ein Mittagessen…
    „Selbstbedienung?“
    „Ja. Servietten kannst Du Dir hier nehmen.“

    Und dann fällt mein Blick auf eine Schale mit Schokoladenkeksen… Geil. Ich futter ein Brötchen, pack mir ein paar Kekse in eine Serviette und verzieh mich mit dem Kaffee auf die Terrasse.

    Die Terrasse geht nach Osten, Sonne gibt’s deswegen nachmittags nicht, aber die Luft ist auch so angenehm warm. Vier Kollegen lümmeln unten am Pool… doch, hier steppt der Bär :lach.

    Zwei Mädels kommen von drinnen angestöckelt. Tocktocktock… Einmal Miss Hängetitte, an sie erinnere ich mich noch von meinem letzten Besuch, dann ein dunkelhaariges Reh, figürlich naturbelassen, aber leider gebrandet und auch sonst tätowiert. Die beiden lehnen sich an die Brüstung, versuchen die Jungs unten anzuflirten und drehen für mich ihre Hintern.

    Der Hintern der Hängetitte interessiert mich nicht, der vom Reh schon mehr. Das Tageslicht ist unbarmherzig: Kleine Pickelchen zeugen von Hormonproblemen, vermutlich. Sie lächelt mich an, über die Schulter, das Lächeln wirkt irgendwie süss, ein kleiner Überbiß verleiht ihr so etwas naiv-kindliches. Apart.

    Bei den Jungs unten landen die beiden Grazien nicht, bei mir auch nicht, die beiden schlappen zurück ins Haus. Tocktocktock… Ich bekomm noch ein Lächeln und einen Knuddler vom Reh.
    „Na, alles gut bei Dir?“
    „Alles gut.“

    Doch, es ist alles gut. Ich bin angekommen, hab den Stress vom Vormittag hinter mir gelassen und freu mich auf das, was kommt.

    Und was kommt? Geplant ist Rebecca…

    Zurück in die Bar. Ich lass mir noch ein Wasser geben, lümmel mich auf meinen Lieblingsplatz – doch, den hab ich hier auch schon – und spanne die Lage.

    An der schmalen Seite der Bar hocken Christina, die Mulattin, und Miss Hängetitte. Die lange Seite der Bar wird von einer schlanken Blondierten besetzt, Rebecca ist das aber mit Sicherheit mit, die hab ich so schlank nicht in Erinnerung. Auf der Couch neben der Bar eine andere Blondine mit Ledercorsage. Zwei dunkelhaarige Schnecken, eine davon das gebrandete Reh, auf der anderen Liegewiese in der Ecke.

    Bleibt nur die Blondine mit der Corsage übrig. Ich bring das leere Glas zurück zum Tresen…
    „Na? Kennen wir uns?“

    Ich lümmel mich zu ihr auf die Couch. Doch, kein Zweifel, das ist sie. Dieses wunderschöne, fast perfekte Gesicht…
    „Wie geht’s?“

    Wir machen bissel Smalltalk, und irgendwann erinnert sie sich zurück.
    „Ich kenne Dich… Czarownica, richtig?“

    Da hast Du Dich korrekt erinnert.
    „Du hast das nicht vergessen?“
    „Nein, das sag ich jetzt immer.“


    *** Rebecca ***​


    Das Spiegelzimmer ist grad nicht zu haben, schade. Sie führt mich in einen dieser kleinen Verschläge, lässt mich wie gehabt kurz allein… scheint hier üblich zu sein. Lässt sie jetzt vorn die Zeit aufschreiben? Sollte mir eigentlich egal sein, aber wissen würde ich das schon ganz gern.

    Sie kommt zurück, drapiert ihr Täschchen, kramt zwei Kondome heraus und legt sie bereit. Zwei Kondome… Mädchen, Du überschätzt mich und Dich.

    Rebecca ist eine gute Hure. Ich lass es gern langsam angehen, streichele und kuschele mich in Stimmung… das hat sie sich gemerkt. Sie legt sich neben mich, kuschelt sich an, ich freu mich auf ihre Haut, verteil angelegentlich ein paar Komplimente…
    „Du hast schöne Haut!“
    „Wirklich?“

    Ja, wirklich. Kein Pickelchen, gar nichts. Einfach nur weich und warm.
    „Warte.“

    Ihr fällt ein, dass sie die Corsage noch trägt. Sie wirft sich herum, zerrt am Reißverschluß, legt das Teil ab. Eine kleine Perlenkette trägt sie jetzt noch…
    „Du bist jetzt meine Perle!“

    … auch die legt sie ab. Dann macht sie sich daran, mich aus dem Hessendress zu wickeln. Der sitzt fest, ich hab ja mittlerweile Übung im Wickeln, sie zerrt, ich grins mir eins… irgendwann gibt das Handtuch dann doch nach, sie bekommt mich endlich freigelegt und lässt sich erschöpft auf mich fallen. Nett.

    Ich lass meine Hände bei der Gelegenheit gleich mal auf Entdeckungstour gehen und teste ihren Gänsehauteinschalter… Rebecca ihrerseits küsst sich an meinem Alabasterkörper nach Süden. Rrrrr…

    Aufbauarbeit muss sie nicht leisten, die Erektion ist schon fix und fertig. Ein paar Küsschen auf den Schwanz, dann küsst sie sich wieder hoch…

    Doch, so mag ich das.

    Es wird ein schönes Vorspiel, sich langsam steigernd, sie tut das Ihre mit ihrem sanften, ausgiebigen Französisch. Es wird schöner Sex, erst sie reitend, dann ich missionierend. Und draußen…

    Gewitter. Deutlich vernehmbares Grummeln zuerst. Dann wird es quasi schlagartig dunkel, es beginnt zu schütten, der Regen knallt heftig gegen das angeklappte Fenster. Mich befeuert das, ich hab gern bei Gewitter Sex. Einige der besten Paysexnummern hatte ich bei Gewitter… ich habe keine einzige davon vergessen, vor allem nicht die mit Halin.

    Rebecca ist nicht Halin. Vielleicht ist sie zu jung, vielleicht kennen wir uns nicht gut genug, vielleicht will sie derart intensive Nähe auch gar nicht, die ich meinerseits brauche, um aus einer schönen Nummer eine denkwürdige werden zu lassen.

    Und so bleibt es mit ihr bei einer schönen Nummer.

    Während das Gewitter noch tobt, rammel ich mich missionierend über die Klippe, ihre Beine vor die Brust geklemmt. Und so, als hätte der Regen auf meinen Abgang gewartet, lässt der Wolkenbruch draußen langsam nach.
    Wir liegen nebeneinander, befummeln uns, reden bisschen dumm Tüch. Das Gewitter meldet sich mit einem letzten, ohrenbetäubenden Krachen noch einmal zurück. Sie zuckt heftig zusammen und drückt sich schutzsuchend an mich.
    „Du hast Angst vor Gewitter?“
    „Nein. Nur wenn so laut ist wie eben. Fühl mal.“

    Sie nimmt meine Hand und legt sie auf ihren Brustansatz. Und wirklich, da klopft ihr junges Herz ganz heftig… vielleicht so heftig wie meine altersschwache Pumpe vorhin, als ich meinen Abschuss zelebriert hab.
    Die Zeit ist vorbei, sie rüstet zum Aufbruch. Noch immer regnet es, doch nur noch sacht, und auch die Sonne scheint schon wieder. Sonnenregen.
    „Warum hast Du mir eigentlich dieses Wort beigebracht?“
    „Du meinst czarownica? Weil Du eine Zauberin bist und mich verzaubert hast“
    „Hast Du kein besseres Wort für mich?“

    Ich überlege kurz.
    Kochanie. Das bedeutet Schatz, Liebling, Darling… so etwas. Jesteś moją kochanką.“
    Kochanie. Okay.“

    Wir gehen zur Zahlbox, sie bekommt ihren Obolus, ich bekomm mein Abschiedsküsschen.
    „Viel Spaß!“
    „Gute Schicht, kochanie!“

    Und:
    „Danke, Rebecca!“
     
  5. 29. September 2014
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    61209131 Sachse

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    Für den freundlichen Kollegen, der mir eine PN geschickt hat: Aufgrund boardinterner Restriktionen kann ich nicht antworten. Sorry! - Nur ganz kurz, alle anderen können ja die nächsten Zeilen überspringen: Ich bin wirklich nur sehr selten in der Fickfabrik am Westkreuz, meine aber dennoch, dass ich Dich identifizieren kann. Falls Du mir wieder mal über den Weg laufen solltest, sprech ich Dich an. Nicht erschrecken :D


    *** Nach dem Gewitter ***​

    Ich hab Hunger. Das Brötchen und die paar Kekse vorhin waren eher was für den hohlen Zahn, und ein paar Kalorien extra hab ich ja mit Rebecca vermutlich auch verbrannt. Doch, mein Abendessen hab ich mir verdient.
    „Wann gibt’s bei Euch Essen?“

    Rebecca schaut auf ihre Uhr.
    „Das weißt Du nicht? Ach so, beim letzten Mal warst Du ja später hier. Jetzt!“

    Klingt doch gut. Essen gibt’s wie gehabt in dem kleinen Verschlag neben der unteren Bar. Die ist nach dem Wasserschaden wieder hergerichtet und macht mit den großen weißen Sofas und den Clubtischen einen gemütlichen Eindruck. Auf dem großen Flatscreen läuft Premiere Sport, irgendwelche Bundesligaspiele vom Spieltag zuvor.

    Das Essen… naja. Kartoffeln gibt’s mit irgendwas, ich prüfe das nicht weiter nach. Kochklopse, vulgo: Königsberger Klopse könnten das sein, die dazu gereichte Rote Bete spricht dafür. Wenig falsch machen kann man wohl mit der schlichten Bockwurst mit Brot… Was soll’s. Ich pfeif mir zwei von den Dampfriemen rein, lecker Bautz‘ner und Toastbrot dazu… geht. Hält auf jeden Fall vor, bis ich hier den Abflug mache. Witzig: Auch Rebecca lässt die Klopse links liegen und greift zur Bockwurst, nimmt sich aber Kartoffeln statt Toast.

    Ansonsten ist hier unten tote Hose. Rebecca geht nach dem Essen wieder an die Arbeit, ich hol mir mein Buch aus dem Spind. Kaffee muss ich mir oben besorgen, unten gibt es keinen. Dass ein Vollautomat dem Laden guttun würde, und ein zweiter hier unten noch besser wäre… ich schreib‘s dem Laden gleich noch einmal ins Stammbuch.

    Nach der Lesepause eine Runde Sauna. Richtig warm ist der Schwitzkasten nicht… es dauert, bis der Schweiß endlich läuft. Egal, so halt ich es länger aus.

    Später komm ich mit einem Kollegen – doch, es gibt immer so zwei, drei Gäste neben mir – ins Gespräch. Der Kollege spricht nicht nur einen entzückenden Dialekt, sondern entpuppt sich auch als weitgereist, kennt etliche Läden landauf-landab.
    „Du bist nicht oft hier, oder? Wo gehst Du sonst ficken?“
    Artemis, da bin ich ab und an mal.“
    Artemis? Diese Touristenfalle? Da war ich einmal und nie wieder, da wirst Du doch nur abgezogen…“

    Schon spannend, wie andere Kollege so über die Fickfabrik am Westkreuz denken…

    Empfehlungen tauschen wir nicht aus. Der Kollege düst los in Richtung Elsterglanzland, ich hock mich mit einem Kaffee in die Bar und schaue mal, was passiert.

    Rebecca könnte mich ein zweites Mal haben, wenn sie denn wollte. Ich hab mir aber vorgenommen, sie kommen zu lassen. Hinterherlaufen tu ich ihr nicht. Die andere spacke Rumänin wäre eine Option… allerdings macht mir ein Kollege einen Strich durch die Rechnung. Mir fällt auf: längere Vorgespräche sind hier wohl nicht üblich. Der Kollege spricht sie an der Bar an, die beiden reden ein paar Worte, dann verdrücken sie sich. Ähnlich wird ein paar Minuten später Miss Hängetitte gebucht. Kurze Verhandlung, dann verschwinden beide. Am Schattenspiel im Gang zu den Zimmern erkenne ich, dass sie das Spiegelzimmer nehmen. Ich schaue auf die Uhr…

    Christina kommt längs.
    „Was machst Du hier so allein?“
    „Ich hab grad Sauna gemacht und ruh mich bisschen aus.“
    „Wenn Du was brauchst…“
    „Ich weiß. Wie mit dem Kaffee.“

    Sie lacht.
    „Ja, genau.“

    Später dann hol ich mir wirklich noch einen Kaffee. Sie sitzt auf ihrem Stammplatz an der Bar, Sitzposition Fatima, sprich: die Beine auf dem Nachbarhocker abgelegt.
    „Sorry, Christina. Wieder nur ein Kaffee.“

    Ich hoffe mal, sie nimmt nicht übel…

    Recht schnell ist Miss Hängetitte mit ihren Gast zurück. Beide nehmen an der Bar Platz, rauchen und trinken etwas, klönen. Das Spiegelzimmer sollte frei sein… jetzt aber!

    Rebecca macht keine Anstalten. Okay, dann nicht. Ich glotz mal auffällig zu den beiden dunkelhaarigen Grazien in der anderen Ecke… ah, eine funktioniert. Die mit den Tattoos. Die mit dem kleinen Überbiß und dem niedlichen Lächeln: Gabi aus Bulgarien.

    Doch, die Figur passt. Schlank, naturbelassen, schöne, feste A-Cups mit kräftigen Nippeln: so soll das sein. Ihr Deutsch ist nicht so doll, vermutlich schafft sie noch nicht allzu lange in Deutschland an. Im FKK Europa wäre sie einen guten Monat, erzählt sie, die Geschäfte liefen ganz gut. Naja… wer’s glaubt, und mir kann das ja im Grundsatz auch egal sein. Vorher hätte sie im Pascha angeschafft, und auf die Frage: „Unten oder oben?“ gibt sie die korrekte Antwort.

    Sie wirkt freundlich und natürlich, die Chemie scheint halbwegs zu passen… Versuch macht kluch.
    „Du machst Französisch ohne Gummi?“
    „Ja.“

    Na, dann ist ja alles klar. Und wir bekommen tatsächlich das Spiegelzimmer.
     
  6. 30. September 2014
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    61209131 Sachse

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    Tja, der Vorpopp-Smalltalk... Der kommt mir im FKK Europa eindeutig zu kurz. Dabei würden sich die Mädels angesichts der eher ruhigen Kugel, die im Laden geschoben wird, wohl kaum etwas damit vergeben. Aber sei's drum. Also weiter im Text...


    *** Gabi ***​

    Wie gehabt werde ich erst mal im Zimmer geparkt und sie verschwindet. Mysteriös. Ich machs mir derweil bequem.

    Gabi ist schnell zurück, drapiert das Laken links neben mir, rechts neben meinem Kopf wird das Nuttentäschchen abgelegt, ein Kondom kommt, sorgsam in ein Stück Puffrolle eingewickelt, griffbereit daneben. Dann baut sie sich neben dem Bett auf. Lecker…

    Ich deute auf ihr Branding.
    „Was steht da?“

    Sie dreht sich, ich soll lesen, was das steht. Wirklich entziffern kann ich es nicht. Sie erklärt:
    „Der Name von meinem Bruder.“

    Die Geschichte geht noch weiter. Ihr Bruder hätte wiederum ihren Namen tätowiert, ihre Mutter den ihres Vaters und so weiter… Ich denk mir meinen Teil.
    „Ich wünsche Dir, dass es so ist, wie Du es erzählst.“

    Sie stutzt, und vermutlich hat sie verstanden.

    Weiter muss und will ich das nicht diskutieren, sie sicher auch nicht. Insofern gehen wir dann mal zum gemütlichen Teil über. Bequem liege ich ja schon…
    Sie krabbelt zu mir aufs Bett.
    „Ich bin krank.“
    „Erkältet, hm?“

    Dass sie leicht verschnupft ist, war und ist kaum zu überhören. Stört mich aber nicht, ich will sie eh nicht küssen. Ich streichel sie ein bisschen und sie macht sich langsam auf den Weg zwischen meine Beine. Französisch! Und: Ja, das fängt gut an. Zärtliches Saugen, Knabbern und Lecken. Doch schnell rutscht die Hand an den Schwanz und wird dort auch eingesetzt. Nicht zärtlich, nicht zu Stabilisierung, nein: richtig bös heftig. Ich muss eingreifen.
    „Bitte, nicht so grob.“

    Ich schiebe sanft, aber mit Nachdruck ihre Hand aus der Gefahrenzone. Verdammte Hacke… hab ich mich so in ihr getäuscht?

    Nein, hab ich nicht. Als wolle sie mir zeigen, dass sie auch ganz anders kann, macht sie es von diesem Moment an fast komplett freihändig. Lässt den Schwanz mal halb in ihrem Mund verschwinden, mal nimmt sie nur die Eichel, dann trillert sie am Frenulum, leckt am Schaft entlang. Sicher, ab und an ist die Hand wieder da, doch meist nur zur Stabilisierung des, ähem, Prügels und nur ab und an baut sie ein paar Wichsgriffe der zärtlichen Art ein.

    Doch, das nenn ich einen geilen Blowjob. Ich kenn bessere, alle meine Lieblingshasis im Artemis blasen besser, geiler, schöner, aber auch Gabi hat was drauf.

    Langsam entspann ich mich komplett und beginne zu genießen. Meine Blicke wandern zwischen den Spiegeln hin und her… am meisten mag ich den Blick in den Deckenspiegel. Sie kniet richtig klassisch vor mir, ihr Oberkörper formt die perfekte Violine… es sieht einfach nur geil aus. Und, ich bin eitel: ich gefalle mir auch selbst.

    Freundlicherweise hab ich ihre Uhr im Blick… Halbzeit. Gummi drauf, Flutschi nimmt sie nicht, ein bisschen Spucke tuts auch. Sie steigt auf und beginnt einen wirklich wilden Ritt.

    Jungejunge… ich versuch erst gar nicht, ihr einen Rhythmus aufzuzwingen, sie macht das sehr bestimmend… und sie weiß, was sie tut. Gabi bietet wirklich vollen Körpereinsatz und kommt gehörig ins Schwitzen… unvermittelt stöpselt sie aus und springt hoch, fächelt sich Luft zu.
    „Mir ist warm.“

    Glaub ich wirklich unbesehen. Sie hüpft vom Bett, schaltet den Ventilator ein, der vor dem Bett steht. Ich lass den fürsorglichen Opa raushängen:
    „Mädchen, Du bist doch schon erkältet.“
    „Ach, egal. Das brauch ich jetzt.“

    Wenige Minuten später bin ich es, der den Ventilator braucht. Wir sind ins Doggy gewechselt und ich müh mich heldenhaft ab. Sie tut ihr Teil dazu, weicht nicht aus, hält ordentlich dagegen und bewundert ausdauernd das Bild, das sich ihr, dass sich uns im Spiegel bietet.
    „Das sieht gut aus!“

    Nein, sie ist genausowenig eitel wie ich… :D

    Vermutlich zur Minute neunundzwanzigeinhalb schieße ich ab. Und brech schweißüberströmt neben ihr zusammen. Wow! Das war mal eine schnörkellose ehrliche sexuelle Dienstleistung, wie sie im Buche steht.

    Ich bekomm ein paar Abrisse von der Puffrolle gereicht, sie sammelt ihren Krempel zusammen, kuschelt sich aber noch einmal an.
    „Möchtest Du noch länger bleiben?“

    Tja. Hätte sie es bisschen langsamer angehen lassen…
    „Nein, sorry!“

    Ich darf mich jetzt natürlich nicht beklagen, dass sie nun wirklich fertig hat. Kein Problem… aber mit Halblatte bin ich schon lange nicht mehr vom Zimmer gekommen. Ab zur Zahlbox...


    *** Vor dem Gewitter ***​


    Und nu? Noch eine Nummer? Doch besser Abflug? Das heimische Gehöft liegt schon ein paar Meter entfernt, vernünftig wäre, jetzt abzuhauen. Andererseits… ein abschließendes Kuschelstündchen mit Rebecca täte meinem Budget nicht wirklich weh. Das wär nicht vernünftig, aber geil. Hm.

    Entscheiden kann ich mich nicht. Ich hol mir erst einmal noch einen Kaffee und hocke mich auf meinen Lieblingsplatz. Das Lineup ist das Gleiche wie vorhin, und Rebecca langweilt sich immer noch auf ihrem Platz. Alle anderen Frauen auch. Hm.

    Ich latsche nach unten, Handycheck. Ein Kollege hat grad eingecheckt und räumt seinen Spind ein. Er ist… sagen wir so: Ich selbst halte mich nicht für besonders attraktiv. Durchschnitt halt. Der frisch angereiste Kollege allerdings ist, vorsichtig gesagt, eher unterdurchschnittlich attraktiv. Ich muss mir keine Frauen kaufen, ich will mir Frauen kaufen. Aus verschiedenen Gründen. Der Kollege… nun, ohne ihm zu nahe treten zu wollen: vermutlich hat er kaum eine Wahl. Er muss sich Frauen kaufen.

    Eine CDL stöckelt heran… tocktocktock. Roxana. Die andere Dunkelhaarige.
    „Schatzi!“

    Schatzi ist in dem Fall der eher unterdurchschnittlich attraktive Kollege, dem sich Roxana vehement an den Hals wirft. Und mit wird mal wieder überdeutlich klar: Es geht immer nur um die Kohle.

    Ich weiß das natürlich, mir ist das eigentlich bewusst… aber wenn man so drastisch drauf gestoßen wird… Nein, mich hält hier heute nichts mehr. Ich pell mich an und rüste mich zum Aufbruch. Komplett in zivil stell ich mich an die Theke.

    Eine CDL stöckelt hektisch in meine Richtung… tocktocktock. Rebecca.
    „Du willst gehen?“

    Sie hält mir ihre Wange hin, Bussi-Bussi. Ich schau sie an, schau in ihr schönes Gesicht, und in mir piekt es. Es geht immer nur um die Kohle. Auch ihr.
    „Wie heißt das Wort?“
    Kochanie. Jesteś moją kochanką.“

    Sie wiederholt:
    Kochanie.

    Es gibt noch ein Küsschen auf den Mund, ich hab sie noch einmal für zwei Sekunden im Arm, ihren jungen, warmen, weichen Körper…
    … und schon im Gehen wird mir klar: Es geht immer um die Kohle. Aber nicht nur darum. Und das beruhigt mich dann doch.

    Ich werf den Heizölturbo an, lenke ihn auf die Autobahn. Fern, im Norden, Wetterleuchten. Dort scheint ein Gewitter zu toben. Im Norden, irgendwo über Berlin vielleicht.

    Nein, mich zieht im Moment nichts ans Westkreuz.

    *** Ende ***​



    Am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.

    Insofern... ich kündige schon mal meinen nächsten - und den in diesem Board vorerst letzten - Bericht an. Die Recherchen dafür beginne ich... ähem, demnächst. Bis dahin :wink